Medienbericht

V-Mann war tief in rechte Szene verstrickt

Berlin - Der Berliner V-Mann Thomas S. war nach einem Zeitungsbericht tiefer in die rechtsextreme Szene verstrickt als bisher bekannt.

Neben seiner zentralen Funktion in dem rechtsextremen „Blood & Honour“-Netzwerk in Sachsen hatte S. demnach 1991 Kontakte zur rechtsextremen Nationalistischen Front (NF). Dies geht aus einer Notiz hervor, die dem „Neuen Deutschland“ (Donnerstag) vorliegt. Die Nationalistische Front war 1992 von Bundesinnenminister Rudolf Seiters (CDU) verboten worden.

In Berlin untersucht eine Sonderkommission der Polizei die Aktivitäten des V-Mannes, der 2002 möglicherweise einen Hinweis auf die ihm persönlich bekannte Terrorzelle NSU geliefert hatte. Dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) werden zehn Morde zur Last gelegt.

dpa

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