Haftbefehl beantragt

Vater wollte offenbar einjährigen Sohn töten

Gegen den Vater hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung beantragt. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
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Gegen den Vater hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung beantragt. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Ein Vater soll versucht haben, seinen einjährigen Sohn zu töten. Das Kind überlebt, der Vater rast in Selbstmordabsicht auf der Autobahn 1 gegen die Leitplanke. Das Motiv für die Tat ist völlig unklar.

Ratekau (dpa) - Ein 36 Jahre alter Mann hat in der Gemeinde Ratekau in Schleswig-Holstein offenbar versucht, seinen einjährigen Sohn zu töten und anschließend Selbstmord zu begehen.

Das Kind wurde lebend, aber mit erheblichen Gesichtsverletzungen von der Polizei im Ortsteil Sereetz in seinem Kinderbett gefunden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Die Staatsanwaltschaft habe gegen den 36-Jährigen einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung beantragt, sagte Sprecherin Ulla Hingst. Über den Antrag sollte ein Haftrichter noch heute entscheiden.

Der Junge war am Mittwochmorgen in ein Krankenhaus gebracht worden. Zuvor war sein Vater bei zwei Unfällen verletzt worden. Zunächst war er - vermutlich in Selbstmordabsicht - mit seinem Auto auf der Autobahn 1 bei Neustadt im Kreis Ostholstein gegen die Leitplanke gerast.

Dabei hatte sich der Wagen mehrfach überschlagen und der Mann war aus dem Auto geschleudert worden. Dann habe er einem Ersthelfer gesagt, dass er sein Kind umgebracht habe, sagte Hingst. Unmittelbar danach ist er den Angaben zufolge über die Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn gesprungen und wurde dort von einem Wagen erfasst. Auch diesen Unfall überlebte der Mann mit erheblichen Verletzungen. Der Autofahrer blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock.

Die Hintergründe der Tat seien noch unklar, sagte Hingst. Der Vater liege im Krankenhaus und habe wegen seines Gesundheitszustandes noch nicht vernommen werden können. Lebensgefahr bestehe für den Mann aber ebenso wenig wie für das Kind, sagte Hingst. Die Mutter des Kindes war den Angaben zufolge während der Tat nicht zu Hause.

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