Alle 27 Minuten ein Mord in Venezuela

Caracas/São Paulo - Gefährliches Leben in Venezuela: In dem südamerikanischen Land wird nach einem Bericht der Tageszeitung “El Nacional“ statistisch gesehen alle 27 Minuten ein Mensch ermordet.

Unter Berufung auf eine bislang unveröffentlichte Studie schreibt das Blatt am Freitag, 2009 seien in Venezuela insgesamt 19 133 Menschen einem tödlichen Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die Mordrate belaufe sich damit auf 75 je 100 000 Einwohner. Die Studie sei von der Regierung zwar beim nationalen Statistikinstitut in Auftrag gegeben, aber nicht veröffentlicht worden.

In 80 Prozent aller Fälle seien Schusswaffen eingesetzt worden. In dem Land sind etwa sechs Millionen legale und schätzungsweise 4,5 Millionen illegale Waffen im Umlauf. Besonders gravierend ist die Situation in der Hauptstadt Caracas. Sie gilt als eine der gefährlichsten Städte Südamerikas. Nach einem Wochenende berichten Medien oft von 30 bis 50 Morden. In der Millionenmetropole nähere sich die Mordrate einem Verhältnis von 140 auf 100 000 Einwohner. Von Januar bis Juli 2010 wurden laut “El Nacional“ über 2000 Menschen in Caracas ermordet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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