„Kein Sonderstatus“

Verbraucherschützer fordern: Darauf soll bei Alkoholgetränken hingewiesen werden

Verbraucherschützer fordern für alkoholische Getränke umfassende Inhaltsangaben nach dem Vorbild anderer Nahrungsmittel.

"Um die richtige Kaufentscheidung treffen zu können, müssen Verbraucher erkennen, was in einem Produkt enthalten ist und wie viele Kalorien sie mit dem Konsum dieses Lebensmittels zu sich nehmen. Das gilt natürlich auch für alkoholhaltige Getränke", sagte die Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentralen Bundesverband, Sophie Herr, der "Berliner Zeitung" vom Dienstag.

"Alkoholhaltige Getränke dürfen nicht länger einen Sonderstatus gegenüber anderen Getränken haben"

Während bei anderen Lebensmitteln Informationen über Kaloriengehalt und die Mengen an Zucker, Salz und Fett verpflichtend auf der Verpackungsrückseite zu finden seien, gelte für Alkoholika eine Ausnahme. Dies sei aus Sicht der Verbraucherschützer nicht nachvollziehbar. "Alkoholhaltige Getränke dürfen nicht länger einen Sonderstatus gegenüber anderen Getränken haben", forderte Herr.

Notwendig sei daher eine verpflichtende Angabe der Nährwerte auf alkoholischen Getränken bezogen auf 100 Milliliter. Zudem solle die komplette Liste von Zutaten angegeben werden, "damit Verbraucher wissen, was sie zu sich nehmen".

AFP

Rubriklistenbild: © dpa / Alexander Heinl

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