Verfahren wegen Bahn-Hitzepannen

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Nach dem Ausfall von Klimaanlagen in ICE-Zügen der Deutschen Bahn im Sommer 2010 mussten zahlreiche Passagiere ärztlich versorgt werden.

Berlin/Potsdam - Wegen der Hitze-Panne an den Klimaanlagen in Fernzügen der Deutschen Bahn laufen bundesweit acht Ermittlungsverfahren bei der Bundespolizei.

Nachgegangen werde dem Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung und der unterlassenen Hilfeleistung, sagte ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam am Donnerstag und bestätigte damit Informationen des “Westfalen-Blatts“. Die Ermittlungen richteten sich vermutlich meist gegen Zugchefs.

Eingeleitet wurden Verfahren in den Bundespolizeidirektionen Pirna, Hannover, Berlin und Sankt Augustin. Binnen weniger Tage waren Anfang Juli bei Temperaturen von weit über 30 Grad Klimaanlagen in gut 50 Fernzügen ausgefallen. In einem dramatischen Fall musste ein ICE in Bielefeld gestoppt werden, in dem mehrere Schüler kollabiert waren.

Inzwischen haben rund 23 000 Kunden Entschädigungen im Wert von 2,7 Millionen Euro erhalten. Aus Kulanz hatte der bundeseigene Konzern entschieden, jedem Reisenden, der wegen der Hitze Gesundheitsprobleme bekommen hatte, 500 Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Außerdem wurden Reisegutscheine ausgegeben.

dpa 

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