Vermisster Deutscher in Südsee: Hoffnung schwindet

Paris - Der Fall des möglicherweise toten Weltumseglers aus Schleswig-Holstein sorgt auch am Ort des Verschwindens in der Südsee für Entsetzen. Vom Vermissten fehlt unterdessen weiter jede Spur.

Das Südseeparadies rund um die französische Insel Tahiti bangt

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Wurde dieser Deutsche ein Kannibalen-Opfer?

nach dem mysteriösen Verschwinden eines Deutschen um seinen Ruf. Internationale Medien titelten zuletzt mit Schlagzeilen wie “Wurde ein deutscher Urlauber auf Tahiti verspeist?“ oder “Kannibalismus auf Tahiti?“. Manche ließen das Fragezeichen sogar einfach weg. “Das ist absurd“, sagte jetzt der zuständige Staatsanwalt José Thorel der Regionalzeitung “Le Nouvelles de Tahiti“. In den Ermittlungsakten gebe es nichts, was auf Kannibalismus hindeute. Nach Angaben von Wissenschaftlern liegen die letzten Fälle eines Menschenopfers in der Region mehr als 100 Jahre zurück.

Für die Angehörigen des 40-jährigen Weltumseglers aus Schleswig-Holstein dürfte dies nur ein schwacher Trost sein. Nach bisherigen Ermittlungen deutet alles darauf hin, dass der Mann auf der rund 330 Quadratkilometer großen Insel Nuku Hiva ums Leben kam.

Kurz nach seinem Verschwinden am 9. Oktober entdeckten Gendarmen an einer Feuerstelle Knochen und Kleiderreste. Nach jüngsten Angaben der Ermittler gibt es Hinweise darauf, dass sie von dem Verschwundenen stammen.

Die gefährlichsten Strände der Welt

Die gefährlichsten Strände der Welt

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Sie sollen zur Ruhe und Erholung dienen - doch manche Strände der Welt können zu Orten des Schreckens werden. Haie, hochgiftige Quallen, gefährliche Strömungen und hochgradige Verschmutzung sind die Gründe dafür. Im folgenden sehen Sie Bilder der gefährlichsten Strände der Welt und erfahren Sie, was diese so lebensgefährlich macht. © AP
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New Smyrna Beach, Volusio County, Florida: Im Jahr 2007 gab es laut dem International Shark Attack File (ISAF) an diesem Strand 112 "Mensch-Hai-Kontakte" wovon 17 Bisse waren. © AP
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Der weiße Hai hinter Glas: In Aquarien, hinter sicherem Glas, kann man sich die gefährlichen Tiere von Nahem zu betrachten, ohne ein unnötiges Risiko einzugehen. © dpa
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In freier Wildbahn jedoch, möchte man ihnen lieber nicht begegnen. © AP
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Der weiße Hai ist eine bedrohte Tierart. Trotzdem ist der größte Raubfisch der Welt eine beliebte Trophäe bei Hochseefischern. © dpa
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Hacks Point Beach, Kent County, Maryland: 60% der Wasserproben, die an diesem Strand entnommen wurden, entsprechen nicht den gesetzlichen Gesundheitsbestimmungen. Eine übermäßige Anzahl von Bakterien, Viren und Einzeller ist in den Proben zu finden. © AP
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Northern Territory, Australien: Sie ist eine der giftigsten Lebewesen der Erde: Die Seewespe. Ihr Gift lähmt die Skelett- und Herzmuskulatur sowie die Atmung; der Tod kann in wenigen Minuten eintreten. Weltweit sterben mehr Menschen durch diese Qualle, als durch einen Haibiss. © NDR/"N3 Tierwelt"/Die giftigsten Tiere der Welt
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Brevard County, Florida: man sieht sie nicht, man spürt sie nur - dann ist es aber meistens schon zu spät. Strömungen stellen eine der größten Gefahren für Surfer dar. 2007 gab es an diesem Strand 10 Tote aufgrund gefährlicher Strömungen. © dpa
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Spektakulär sind die Bilder von Surfprofi Rusty Keaulana auf Hawaii: er bezwingt meterhohe Wellen nur mit einem Surfboard. Kaum zu glauben, aber er kommt unbeschadet aus dieser Welle heraus. © AP
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Tatort Florida: 633 Unfälle mit 68 Toten ist die Bilanz von 2007. Bootunfälle sind häufiger als man denken mag. Der Grund für diese hohe Zahl an Zusammenstößen ist das hohe "Verkehrsaufkommen" auf den Seewegen in und um Florida. © AP
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Clearwater Beach, Pinellas County, Florida: Spektakuläre Aufnahme vom Strand - doch hier fanden zwischen den Jahren 1997 bis 2006 insgesamt 71 Menschen den Tod. Nicht selten werden gut besuchte Strände, wie der Clearwater Beach oder New Smyrna Beach, wegen Gewitterwarnungen evakuiert und für mehrere Tage gesperrt. © AP
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An der Westküste der USA in Kalifornien befindet sich das "Red Triangle", ein Gebiet, das sich zwischen Bodega Bay, Santa Cruz und den Farallon Inseln erstreckt. © dpa
In dieser Gegend gibt es weiße Haie wie Sand am Meer.
In dieser Gegend gibt es weiße Haie wie Sand am Meer. © Keri Hanson/Sonomacountry/dpa/tmn
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Vor allem Surfer und Taucher sind hier besonders gefährdet. © AP
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Der weiße Hai ist für den Menschen einer der gefährlichsten Raubfische. © dpa
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Neben dem weißen Hai, sollte man sich auch vor dem Tigerhai in Acht nehmen. Die meisten Hai-Unfälle in den Tropen müssen dem Tigerhai zugeschrieben werden. © dpa
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Der Bullenhai ist neben dem weißen Hai und Tigerhai für den Menschen am gefährlichsten. Er hält sich sowohl in Süß- als auch in Salzwasser auf und bevorzugt flaches Wasser in Ufernähe. © AP
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Sobald sich einem Schwimmer dieses Bild eröffnet, rast der Herzschlag. © dpa
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Damit das nicht passiert, gibt es Menschen wie Patrick David. Er ist "Shark Spotter". Das sind Menschen, die auf dem Meer nach Haien Ausschau halten und sobald sie etwas Verdächtiges entdecken, die Badenden mit einem Signalton warnen. © AP
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Für manchen Touristen eine atemberaubende Attraktion: in Stahlkäfigen ins Wasser hinabgelassen werden und dort diesen Anblick hautnah "genießen". © dpa

“Es stimmt, dass wir nur noch sehr geringe Zweifel haben“, sagte Staatsanwalt Thorel. Vor allem die gefundenen Zahnelemente seien dem Vermissten zuzuordnen. Gewissheit soll eine DNA-Probe bringen, die zurzeit in Frankreich untersucht wird.

Was dem Deutschen widerfuhr, ist weiter völlig unklar. Nach ersten Ermittlungen vor Ort war der Deutsche kurz vor seinem Verschwinden mit einem einheimischen Jäger zu einer Tour aufgebrochen. Seine 37 Jahre alte Lebensgefährtin blieb zurück. Sie gibt an, ihren Freund seitdem nicht mehr gesehen zu haben.

Der Jäger habe ihr bei der Rückkehr erzählt, ihr Freund sei verletzt zurückgeblieben und benötige Hilfe, berichtete sie den Ermittlern. Als sie dem Fremden in den Wald gefolgt sei, habe dieser sie an einen Baum gefesselt und sexuell belästigt. Die Suche nach dem seitdem verschwundenen Jäger lief zuletzt weiter auf Hochtouren. 25 Ermittler sind nach Angaben der Inselzeitung “La Dépêche de Tahiti“ im Einsatz - darunter auch besonders ausgebildete Spezialkräfte und ein Spürhundeführer. Der Mann sei möglicherweise gefährlich, zitierte das Blatt Colonel Patrick Valentini.

Zu Tode kam Stefan R. vermutlich im Hakaui-Tal. Das Touristenbüro beschreibt es als spektakulärstes Ausflugsziel der Insel. “Das tief in den Basaltfelsen eingeschnittene Tal wird nach hinten immer enger und bildet einen Canyon bis zu einem grandiosen Wasserfall, der sich aus 350 Metern Höhe in ein steinernes Becken stürzt, heißt es in einer Beschreibung. “Ein magischer Ort mit zahlreichen archäologischen Fundstellen, Paepae (Steinterrassen) und Tiki (Steinstatuen), die noch nicht alle Geheimnisse der an dieser königlichen Kultstätte praktizierten Riten preisgegeben haben.“

Eine französische Anthropologin Marie-Noëlle Ottino-Garanger sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP, die Unterstellungen der vergangenen Tage verletzten die Bevölkerung des Archipels und reflektierten die “typischen Fantasien mancher Europäer“. Sie lebt auf der Inselgruppe.

Die Eltern des vermissten Weltumseglers kontaktierten sogar die Inselbewohner. Sie wollen nicht, dass ein im November geplantes traditionelles Folklore-Fest wegen ihres Sohnes abgesagt wird. “Sie sagten mir, es wäre nicht im Sinne ihres Sohnes, wenn man dieses Fest ausfallen lassen würde“, berichtete der Bürgermeister Rolf Herrmann im schleswig-holsteinischen Haselau am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

dpa

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