Spanien: Feuer lösen Umweltkatastrophe aus

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Eine Fläche in der Größe Bremens brennt in Ostspaniens

Valencia - Einer der größten Waldbrände seit Jahrzehnten hat in Ostspanien eine Umweltkatastrophe ausgelöst. Die Flammen vernichteten in der Region Valencia ganze Landstriche.

Nach Medienberichten vom Sonntag brannten etwa 450 Quadratkilometer Wald- und Buschland nieder. Dies entspricht mehr als der Fläche der Hansestadt Bremen.

Menschen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden. Allerdings mussten mehr als 3000 Bewohner verschiedener Dörfer ihre Wohnungen zeitweise verlassen. Weite Teile der Region lagen am Sonntag unter einer Wolke von Rauch und Asche. Mehrere Landstraßen wurden gesperrt.

Bei den Löscharbeiten waren 40 Flugzeuge und 1500 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter auch Soldaten einer Sondereinheit des Militärs. Die sommerliche Hitze und ein starker Wind erschwerten den Kampf gegen die Flammen, die auch auf die zentrale Müllkippe der Hafenstadt Valencia übergriffen.

Die Feuer waren an zwei verschiedenen Stellen vermutlich durch Unachtsamkeit entfacht worden. In der Gegend von Dos Aguas südwestlich von Valencia war ein Brand bei der Installation von Sonnenkollektoren ausgelöst worden. Zwei Arbeiter wurden festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein zweites Feuer war in der Nähe der - weiter nördlich gelegenen - Ortschaft Andilla ausgebrochen, als ein Landwirt ein Brachfeld niederbrennen wollte.

dpa

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