Reaktion auf Massaker

Walmart will Waffenverkäufe weiter einschränken

Das Logo von Walmart im Eingangsbereich eines Supermarktes. Foto: Erik S. Lesser/EPA FILE
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Das Logo von Walmart im Eingangsbereich eines Supermarktes. Foto: Erik S. Lesser/EPA FILE

Munition und Waffen gibt es in den USA vielerorts im ganz normalen Supermarkt. Der Einzelhandelsriese Walmart will solche Angebote jetzt deutlich zurückfahren. Und kündigt an, auch gegen waffentragende Kunden vorzugehen.

Bentonville (dpa) - Der Einzelhandelsriese Walmart will sein Waffenangebot nach den jüngsten Massakern in den USA weiter einschränken.

Der Verkauf von Munition für Handfeuerwaffen sowie von Munition, die für Sturmgewehrmagazine mit großer Kapazität genutzt werden könne, werde nach Abverkauf der Lagerbestände eingestellt, verkündete Walmart-Chef Doug McMillon am Dienstag. Zudem sollen Handfeuerwaffen künftig auch in Alaska nicht mehr verkauft werden - dem einzigen US-Bundesstaat, wo Walmart dies bislang noch tut. Darüber hinaus will der Konzern nicht mehr, dass Waffen offen in seinen Geschäften getragen werden.

Walmart steht wegen seiner Waffenverkäufe seit langem in der Kritik. Vor rund einem Monat war es in einer Filiale im texanischen El Paso zu einem Massaker gekommen, bei dem 22 Menschen starben. Wenige Tage zuvor hatte es bereits zwei Tote bei Schüssen in einem Walmart in der Stadt Southaven in Mississippi gegeben.

McMillon bezeichnete die Vorfälle als «entsetzliche Ereignisse», nach denen das Unternehmen nie mehr dasselbe sein könne. «Es ist klar, dass der Status quo nicht mehr hinnehmbar ist». Künftig werde das Waffenangebot noch stärker auf Jagd- und Sportschützen-Bedarf zugeschnitten, so McMillon.

Mitteilung von Walmart-Chef McMillon

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