Festnahmen in Stuttgart, Bremen und Hamburg

Wegen Zollbetrugs mit Solarmodulen aus China: Zoll nimmt drei Verdächtige fest

Am Donnerstag wurden bei einer Razzia in Deutschland, Spanien und der Schweiz drei Verdächtige wegen millionenschweren Betrugs festgenommen. 

München - Wegen millionenschweren Betrugs mit der Einfuhr von Solarmodulen aus China in die Europäische Union hat der Zoll drei Tatververdächtige festnehmen lassen. Bei einer Razzia am vergangenen Donnerstag an 25 Wohn- und Geschäftsadressen in Deutschland, Spanien und der Schweiz seien in Stuttgart, Bremen und Hamburg die Festnahmen erfolgt, teilte das Zollfahndungsamt München am Mittwoch mit. Die Festgenommenen sollen über 35 Millionen Euro hinterzogen haben.

Den Angaben zufolge sollen die Tatverdächtigen bei der Zollabfertigung in Deutschland und den Niederlanden durch Vorspiegelung falscher Tatsachen sogenannte Antidumping- und Ausgleichszölle kassiert haben. Von Dezember 2014 bis Januar 2017 sollen sie bei über 400 Importvorgängen von Zollmodulen betrogen haben. Dabei sollen sie sich eines Geflechts von mehreren zwischengeschalteten Firmen bedient haben, um möglichst große Intransparenz zu schaffen.

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afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Marc Tirl

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