Hier kommt ein 70 Jahre alter Brief an

Weihnachtspost aus Zweitem Weltkrieg zugestellt

+
Briefträger Klaus Kaiser (r.) übergibt in Mühlheim am Main einen Weihnachtsbrief an  Engelbert Bergmann. Der Brief war 1941 an seinen Großvater geschickt worden.

Mühlheim/Main - Post aus dem Zweiten Weltkrieg: Mit mehr als 70 Jahren Verspätung sind bei einem Mann in Mühlheim am Main Weihnachtsgrüße an seinen Großvater eingetroffen.

Ein Nachbar war im Zweiten Weltkrieg als Soldat auf der besetzten Kanalinsel Jersey stationiert gewesen und hatte im Dezember 1941 einen Brief losgeschickt. Doch das weihnachtliche Schreiben kam nie an. Mit 85 anderen Briefen von Soldaten an ihre Familien und Freunde hatten es seinerzeit Inselbewohner aus einem Feldpostamt entwendet. Am Dienstag stellten Briefträger der Jersey Post und der Deutschen Post dem Enkel des Adressaten, Engelbert Josef Bergmann, den verspäteten Gruß zu.

Vor einiger Zeit waren die Feldpostbriefe im Privatbesitz eines Mannes wieder aufgetaucht, der an dem Briefklau beteiligt war. Zusammen mit der Deutschen Post, dem Roten Kreuz und Militärhistorikern suchte die Jersey Post die ursprünglichen Empfänger oder deren Erben in Deutschland. Zehn wurden bislang ausfindig gemacht.

Medienrummel in Mühlheim: Weihnachtsbrief aus zweitem Weltbrief zugestellt

Weihnachtsbrief aus Zweitem Weltkrieg zugestellt

Der Mühlheimer ist bundesweit der erste Familienangehörige, der nun nach Angaben der Post den originalen Weihnachtsbrief erhalten hat. Am Dienstagnachmittag sollten in Offenbach vier weitere Briefe zugestellt werden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Seebeben vor Kos versetzt Urlauber in Angst - so sieht die Insel nun aus
Seebeben vor Kos versetzt Urlauber in Angst - so sieht die Insel nun aus
Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce
Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce
Zwei Touristen sterben bei Erdbeben in der Ägäis
Zwei Touristen sterben bei Erdbeben in der Ägäis
Volksfest-Randale und sexuelle Übergriffe in Schwaben
Volksfest-Randale und sexuelle Übergriffe in Schwaben

Kommentare