Er fühlte sich ungerecht behandelt

Weil eine Frau den Job bekam: Mann bekommt unfassbare Entschädigung

Ein Mann fühlte sich ungerecht behandelt, weil eine Frau bei der Jobbewerbung bevorzugt wurde. Er forderte Entschädigung - und bekam Recht.

Er fühlte sich ungerecht behandelt und forderte vor Gericht Entschädigung: Peter F. bewarb sich 2011 auf die Stelle für den Leiter im Infrastrukturressort des österreichischen Verkehrsministeriums. Eine interne Kommission beurteilte ihn und die zwei weiteren Bewerber „als im höchsten Ausmaß geeignet“. Peter F. soll sogar um 0,25 Prozentpunkte vor der zweitplatzierten Kandidatin gelegen haben. Doch die damalige Verkehrsministerin Doris Bures entschied sich laut krone.at trotzdem für die Frau.

Aus diesem Grund zog der Benachteiligte vor Gericht. Eine Gleichbehandlungskommission erstellte ein Gutachten, in dem die Vorgehensweise des Ministeriums als „sachlich nicht nachvollziehbar“ gewertet wurde.

Mehr als 317.000 Euro Entschädigung aus den Taschen der Steuerzahler

F. bekam demnach Recht und einen Anspruch auf die Differenz zwischen seinem tatsächlichen Gehalt und dem, was er in den fünf Jahren im Infrastrukturressort verdient hätte. Es handelt sich, wie krone.at weiter berichtet, um die stolze Summe von 312.075,82 Euro plus einer Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung von 5292,30 Euro. Bezahlen müssen das die Steuerzahler.

Verantwortliche Verkehrsministerin rechtfertigt Entscheidung

Die ehemalige Verkehrsministerin Bures hat sich mittlerweile zu Wort gemeldet und rechtfertigt ihre Entscheidung wegen der „massiv bestehenden Unterrepräsentation von Frauen“. Die Bewerberin sei „nach dem gesetzlich vorgesehenen Verfahren“ ausgewählt worden. Bures hofft, „dass durch die nun vorliegende Entscheidung nicht das Prinzip des Frauenförderungsangebotes infrage gestellt wird.“

Lesen Sie auch: Eine Frau kassiert 100 Absagen auf Bewerbungen - bis sie ein Detail weglässt.

Rubriklistenbild: © dpa / Volker Hartmann

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