Weil er rauchen wollte

Deutscher Fluggast an Bord gefesselt

Sydney - Er wollte unbedingt an Bord rauchen, und als er das nicht durfte, flippte er aus: Jetzt muss ein deutscher Flugpassagier in Australien vor den Richter.

Stewardessen hätten den Deutschen zur Rede gestellt, als sie in der Nacht zum Donnerstag auf dem Emirates-Flug von Singapur nach Brisbane Rauch in einer Toilettenkabine bemerkten, berichtete der Sender „Ten News“. Daraufhin sei der Passagier, der zuvor laut Medienberichten mehrmals aufgefordert worden war, nicht zu rauchen, aggressiv geworden. Die Besatzung habe ihn deshalb in der Flugzeugkabine gefesselt. Bei der Landung in Brisbane sei der 54-Jährige verhaftet worden, berichtete die australische Zeitung „Courier Mail“ am Freitag auf ihrer Webseite. Sie zeigte ein Foto des Mannes an Bord mit gefesselten Beinen.

Die Anklage lautet auf Rauchen an Bord und Körperverletzung. Vor Gericht erschien der Mann mit Pflastern an seinen Händen und einer Beule an der Stirn, berichten verschiedene Online-Portale. Der Beschuldigte behauptet, bei dem Vorfall verletzt worden zu sein. Der Haftrichter habe ihn gegen Kaution und nach Abgabe seines Passes wieder auf freien Fuß gesetzt. Australien dürfe der Mann jedoch nicht verlassen. Der nächste Gerichtstermin sei am 10. Januar.

dpa/hn

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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