„Schwere Schäden an Gebäuden möglich“

Unwetter in Deutschland: Amtliche Warnung - KATWARN löst erneut aus - Sturmtief fordert Todesopfer

„Alarmstufe rot!“  - der Deutsche Wetterdienst hat eine drastische Warnung ausgesprochen. Sturmtief „Lolita“ sorgt für heftige Sturm und Orkanböen. Nun hat ein Todesopfer gefordert.

  • Die klaren Wintertage in Deutschland sind vorerst gezählt.
  • Das Wetter in Deutschland verändert sich in der letzten Januarwoche 2020 drastisch.  
  • Der Deutsche Wetterdienst hat „Katwarn“ ausgelöst.

Update von 19.47 Uhr: „ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren“, unter dieser Überschrift hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwochabend auf seiner Webseite eine amtliche Wetter-Warnung herausgegeben. Es geht um orkanartige Böen, die bis zum Donnerstag, 30. Januar, in mehreren Teilen Deutschlands auftreten können. Auch die Gefahren-App Katwarn hat ausgelöst. Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände“, heißt es auf dwd.de unter anderem.

Nach Orkanböen und Dauerregen in der Nacht auf Dienstag (4. Februar) sind in Deutschland Straßen und Keller überflutet.

Die Böen kämen von Südwesten und würden Geschwindigkeiten zwischen 55 und 65 Stundenkilometer erreichen. Betroffen seien die Region Dresden, die Region Magdeburg, die Nordseeküste und das Alpenvorland. 

Katwarn ist eine App, die die Bevölkerung seit 2011 in Gefahren-Situationen alarmiert, etwa bei Stromausfällen, Bombenfunden oder Großbränden.

„Katwarn“- Alarm: Deutscher Wetterdienst warnt vor Extremwetterlage.

Unwetter in Deutschland: Windgeschwindigkeiten fordern Todesopfer - Neuschnee sorgt für Unfälle

Update vom 29. Januar 9.52 Uhr: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat es in mehreren Gebieten in Deutschland geschneit. Vorallem in Höhenlage in den Alpen, im Schwarzwald und im Mittelgebirge gab es Neuschnee. Teilweise auch im Flachland. Auf schneebedeckten Straßen ist es in Teilen Bayerns zu mehreren Unfällen gekommen. Am Mittwochmorgen ereigneten sich in der Oberpfalz innerhalb von nur einer Stunde 15 Verkehrsunfälle. „Es waren Unfälle kleinerer Art, wie beispielsweise in den Straßengraben gerutscht“, sagte ein Polizeisprecher. Verletzt wurde zunächst niemand.

Lesen Sie auch: Wetter in Deutschland: „Tiefdruck-Rennbahn“ kommt - Wetterexperte warnt

Auch in Niederbayern kam es seit dem Morgen einem Polizeisprecher zufolge zu mehr als 20 Unfällen wegen Glatteises. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt. „Fahrt bitte langsam und vorausschauend“, twitterte die Polizei.

Extremwetterlage in Deutschland: Irre Windgeschwindigkeiten fordern ersten Toten: „Es besteht der Verdacht, dass...“

Update vom 28. Januar, 20.11 Uhr: Es ist extrem windig in Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst warnt für etliche Regionen vor Unwettern. Eine Warnung der Stufe drei (von vier) liegt für den mittleren Norden Deutschlands vor. Wie ein Band zieht sich das betroffene Gebiet über die Karte der Bundesrepublik: Im Westen beginnt das Sturm-Band bei Meppen und schließt die komplette Nordsee-Küste mit ein. Über Hamburg, Bremen, Uelzen, Magdeburg und Berlin zieht sich die DWD-Warnung bis an die Grenze zu Polen. Im Süden ist Bautzen noch betroffen, im Norden wird Schwedt gerade noch verschont.

Im Süden wird es allerdings noch windiger: Im gesamten bayerischen Alpenraum, wie auch in Teilen Baden-Württembergs südlich und östlich von Freiburg warnt der Wetterdienst sogar vor Orkanartigen Böen. Dies entspricht der Warnstufe drei (von vier). Hier können Windgeschwindigkeiten von bis zu 115  Kilometern pro Stunde und in exponierten Lagen sogar von bis zu 130 Kilometern pro Stunde erreicht werden.

Update vom 28. Januar, 14.15 Uhr: Das Sturmtief „Lolita“ hat ein Todesopfer gefordert. Ein 24-jähriger Kranführer wurde von einem an einem Kran hängenden Bauteil tödlich verletzt, teilt das Polizeipräsidium Freiburg mit. Der tödliche Unfall hatte sich gegen 10.30 Uhr ereignet. „Es besteht der Verdacht, dass die Windverhältnisse ursächlich für den tödlichen Unfall waren“, so die Polizei. Die Ermittlungen dazu laufen. 

Umgestürzte Bäume auf Straßen und parkende Autos hatten im Raum Freiburg die Einsatzkräfte gefordert. In Schopfheim, Weil am Rhein, Freiburg-Haslach und Schopfheim-Gündenhausen wurden Hausdächer teilweise abgedeckt oder beschädigt. 

Wetter: Sturmtief „Lolita“ wütet in Deutschland: Tote und Verletzte

Im Saarland wurden zwei Spaziergängerinnen (65 und 72 Jahre) von einer herabstürzenden Baumkrone getroffen und verletzt. Sie erlitten unter anderem Brüche an Beinen und Füßen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Von einem herabstürzenden Ast wurde ein Arbeiter (35) im Nacken getroffen, teilte die Polizei Trier (Rheinland-Pfalz). Durch die Wucht stürzte der Mann 10 Meter einen Abhang hinab. Mit verschiedenen Verletzungen musste der 35-Jährige ins Krankenhaus gebracht werden.  

Update vom 28. Januar, 11.43 Uhr: Sturmtief „Lolita“ fegt über Deutschland hinweg. Es ist der erste schwere Sturm 2020! Für Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung herausgegeben. Im Süden und in der Mitte Deutschlands ist mit Gewittern und orkanartigen Böen zu rechnen. Dazu sinkt die Schneegrenze auf 600 Meter. Am Schwarzwald und in den Alpen können bis zu 25 Zentimeter Schnee fallen. 

  • Der DWD warnt vor Orkan im Hochschwarzwald (Baden-Württemberg) und heftigen Schneefällen. Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee können dort fallen. Es stürmt heftig im Breisgau-Hochschwarzwald, wie ein Twitter-Video zeigt. Bereits am Morgen (28. Januar) wurden, laut Wetterportal wetter.com Orkanböen von über 120 km/h gemessen.
  • Für Bayern hat „Katwarn“ ausgelöst, wie Merkur.de* berichtet. Der DWD hat für weite Teile eine Unwetterwarnung herausgegeben. Betroffen sind vor allem die Landkreise Oberallgäu, Marktoberdorf, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz, Miesbach, Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land.

Update vom 28. Januar, 8.37 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat mit der App „Katwarn“ ausgelöst. Der DWD warnt vor „Extremwetter“ - Orkanböen. In der amtlichen Unwetterwarnung heißt es im Wortlaut:

„Der Deutsche Wetterdienst meldet - Für Lagen über 1000 m: Es treten oberhalb 1000 m Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 105 km/h (29m/s, 56kn, Bft 11) und 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf.

Hinweise: ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können zum Beispiel entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Nach „Kim“ wirbelt Sturmtief „Lolita“ das Wetter in Deutschland durcheinander. Es wird stürmisch, dazu ist laut den Wetterexperten mit Gewittern, Schnee und Graupelschauern zu rechnen.

Wetter: Ungemütliche Winter-Kehrtwende - Eisregen und Sturmböen ziehen über Deutschland

Update vom 27. Januar, 6.33 Uhr: Islandtief „Kim“ greift auf Deutschland über, berichtet das Wetterportal Unwetterzentrale.de. So startet diese Wetterwoche alles andere als gemütlich. Denn in den nächsten Tagen überqueren, laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD), gleich mehrere atlantischen Tiefausläufer von West nach Ost Deutschland. Stellenweise herrscht am Montag Glätte-Alarm! Vereinzelt gefriert der Nebel, doch Glatteis kann es auch durch etwas gefrierenden Regen oder Sprühregen geben. 

Doch es braut sich laut den DWD-Wetterexperten etwas zusammen: Sturm, Schnee und Gewitter sind am Dienstag angesagt. Aktuell warnt der DWD schon vor schweren, orkanartigen Sturmböen (110 km/h) im Schwarzwald. Auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wird es stürmisch. 

Wetter: Ungemütliche Winter-Kehrtwende - Eisregen und Sturmböen ziehen über Deutschland

Update vom 26. Januar, 9.15 Uhr: Die kommenden Tage könnte trübes, teils stürmisches Wetter in Deutschland Einzug erhalten - fest steht: Es wird ungemütlich (siehe unten). Die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den morgigen Montag sagt so im Nordwesten im Tagesverlauf den Übergang zu Schauerwetter über. Im Alpenvorland bleibt es überwiegend trocken.

Doch auch in der Nacht zum Dienstag setzen sich Regen und Schauer fort, es bleibt bedeckt. Im Südosten sowie an den Alpen (vor allem in ungünstigen Tallagen) warnt der DWD anfangs, da gefrierender Regen möglich ist - auch bekannt unter dem Begriff Eisregen. Dabei friert Regen in kurzer Zeit am Boden, wodurch es äußerst glatt werden kann. 

Zudem nimmt der Südwestwind im Süden von Deutschland weiter zu - „mit teils steifen bis stürmischen Böen, im Südwesten auch Sturmböen, in Kammlagen der Berge schwere Sturmböen oder einzelne orkanartige Böen“, so der DWD. Mäßiger Südwestwind herrscht hingegen im Norden. 

Ursprungsartikel - Wetter in Deutschland vor drastischer Kehrtwende: Es wird extrem ungemütlich

Das Wetter in Deutschland meinte es mit den Menschen in diesem Winter durchaus gut: Zwar war es zuletzt sehr kalt. Dafür gab es aber auch sehr viel Sonne. Verantwortlich für beides war der oftmals sehr klare Himmel. Regen und Schnee waren kein großes Thema. Doch das Wetter soll sich nun schlagartig ändern: Die sonnigen Winter-Tage sollen kommende Woche der Vergangenheit angehören und es soll sehr ungemütlich werden. Für den Februar gibt es ohnehin eine schlimme Wetter-Prognose.

Wetter-Wechsel in Deutschland: Das hoch geht, das Tief kommt

Wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, verändert sich schon jetzt die Wetterlage. Das Hochdruckgebiet, das das Wetter in Deutschland  zuletzt bestimmt hatte, schwächt sich ab. Am Sonntag sorgt das Hoch noch einmal für ruhiges Wetter - dann schwindet sein Einfluss mehr und mehr. Und schon am Sonntag hat das Hoch kaum noch Kraft und sorgt nur in hohen und windabgewandten Lagen der Berge für längere sonnige Abschnitte. Das sagte ein Sprecher des DWD am Samstag in Offenbach. Ansonsten bleibe es häufig neblig trüb oder hochnebelartig bedeckt. Örtlich könne etwas Sprühregen bei teils frostigen Temperaturen gefrieren. Grau in Grau sind also die Aussichten für Sonntag. Doch danach kommt es noch schlimmer.

Während das Hoch also schwindet, gewinnt laut der Wetter-Prognose ein Tief in der kommenden Woche an Einfluss in Mitteleuropa und damit auch in Deutschland. „Als Folge kommt etwas Schwung in die Atmosphäre und beendet das ruhige Hochdruckwetter“, erklärte der DWD. Bereits am Sonntag seien Höchstwerte zwischen 1 und 9 Grad zu erwarten, am Montag sogar 4 bis 11 Grad. Es gebe dabei durchaus ein Potenzial für schwere Sturmböen und einzelne orkanartige Böen. Zudem regne es. Die Schneefall-Grenze sinke auf 400 bis 500 Meter. In der Nacht zum Mittwoch seien Schnee-, Schneeregen- und Graupelschauer bis in tiefe Lagen zu erwarten.

Wetter in Deutschland vor Kehrtwende: Es wird stürmisch, nass und bewölkt

Am Montag wird es dann düster: Im Osten Deutschlands nehmen die Wolken am Himmel deutlich zu, zudem regnet es hier jetzt häufig. Den Nordwesten erwartet dann mit zunehmender Tagesdauer immer mehr Schauerwetter. An der Nordsee gibt es der Prognose nach vereinzelt kurze Gewitter. Und auch im Südwesten wird es nass. Nur im Südosten bleibt es noch einigermaßen trocken. Hier gibt es teils sogar Auflockerungen. Die Temperatur-Höchstwerte liegen aber noch bei sechs bis sogar elf Grad.

Am Dienstag reißt das ungemütliche Schauerwetter dann in fast ganz Deutschland das Zepter an sich. Vereinzelt gibt es auch kurze Graupelgewitter. Auch die Schneefallgrenze sinkt bis auf 400 Meter. Das einzig konstante sind die Temperaturen: Die Höchstwerte liegen weiterhin bei fünf bis elf Grad. Zu dem Regenwetter gibt es an der Nordsee teils starke stürmische Böen. Im Rest von Deutschland erwartet uns frischer Südwestwind, der sich je nach Region zu stürmischen Böen, Sturmböen oder sogar schweren Sturmböen aufschwingen kann. Auf den Bergen dementsprechend orkanartige Böen. 

Auch in der Nacht zu Mittwoch wird es nicht besser: Starke Bewölkung, teils kräftige Schauer und einzelne Gewitter. Auch in tiefen Lagen fällt Schnee oder Schneeregen oder Graupel. Dementsprechend ist die Glatteisgefahr extrem hoch.

Das Warnsystem KATWARN löst aber nicht nur bei Unwetterlagen aus. Vor Kurzem warnte es auch vor einem mit Bakterien kontaminiertem Kosmetikprodukt.

Während „Lolita“ für Wetterkapriolen sorgt, prognostizieren Meteorologen einen trockenen Frühling. Doch im Februar wird noch ein Winterorkan erwartet - Sturmtief Sabine dürfte dann für Verkehrschaos sorgen. Ein heftiger Sahara-Sturm fegt über den Atlantik - und verdunkelt am helllichten Tag den Himmel. Warum „Godzilla“ sogar Experten verblüfft

dpa/rjs

Rubriklistenbild: © picture alliance / Bernd Thissen / Bernd Thissen

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