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Winter-Kaltfront flutet Deutschland - nun folgt Wetter-Warnung vor „gewaltigem Föhnsturm“ im Süden

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Von: Christina Denk, Martina Lippl

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Das ruhige Wetter in Deutschland ändert sich zum Wochenstart. Orkan-Tiefs visieren Deutschland an. Die Aussichten sind ziemlich ungemütlich.

Update vom 15. Februar: Orkan-Tiefs sind im Anmarsch! DWD kündigt tagelange, „ausgewachsene Sturmlage“ an. Hier gibt es alle Infos zur Wetterlage in Deutschland.

Update vom 12. Februar, 9.31 Uhr: Im Süden scheint schon die Sonne! Allerdings ist es am Vormittag noch ziemlich frisch. Hoch „Ingo“ setzt sich aber langsam durch. Die Höchstwerte liegen dann zwischen 3 und 8 Grad. An der Nordsee vor allem auf den Nordfriesischen Inseln ist mit stürmischen Böen, auf Sylt sogar mit Sturmböen zu rechnen.

Wetter in Deutschland: Nächste Sturmtiefs im Anmarsch

Doch, so richtig losgeht es mit dem Wind am Sonntag, prophezeit Jan Schenk vom Wetterportal The Weather Channel. Ein Sturmtief erreicht am Sonntag den englischen Kanal. Am Sonntagabend fegen schon die ersten Sturmböen (80 km/h) über die Gipfel der Mittelgebirge. Und am Montag geht es recht stürmisch weiter.

Vor einem gewaltigen Föhnsturm an den Alpen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Am Montag rechnen die DWD-Wetterexperten in den Hochlagen der Alpen mit schweren Sturmböen (100 km/h) und sogar Orkanböen (110 km/h). An der Nordsee und in den Mittelgebirgen werden Sturmböen erwartet.

Wetterlage stellt sich am Mittwoch um

Am Mittwoch zieht ein neues Sturmtief auf und trifft vor allem Norddeutschland und den Osten, so Meteorologe Jan Schenk. Es drohen erneut schwere Sturmböen bis 100 km/h. Auf exponierten Mittelgebirgsgipfeln laut dem DWD 10 bis 12 Bft. Die Beaufortskala teilt Winde in verschiedene Stärken ein: 12 Bft wird nach der Beaufortskala als „Orkan“ bezeichnet.

Die Stürme bringen dem Norden viel Regen. Bis Donnerstag könnten dort 40 bis 50 Liter zusammenkommen.

Winter-Kaltfront flutet Deutschland: Temperaturen stürzen ab – Tief tobt sich aus

Update vom 11. Februar, 9.39 Uhr: Polarluft strömt nach Deutschland. Die frühlingshaften Temperaturen sind deutlich abgestürzt. Der Winter legt nach Zwischenstopp ein. Schnee gibt es an den Mittelgebirgen und an den Alpen.

Winter-Wetter meldet sich in Deutschland zurück

Während Tief „Tanyalak“ sich an den Alpen austobt, zieht nämlich schon ein zweites Sturmtief von der Nordsee auf. Im Raum Hamburg kann es Dank Tief „Sarai“ kurzzeitig eine weiße Überraschung – in Form von Schneematsch – geben. Die Schneefallgrenze kann bis auf 200 Meter absinken, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem aktuellen Warnlagebericht vom Freitag.

Graupelgewitter, Schneeschauer und Regen breiten sich von der Nordsee bis zum Main und später dann zum Erzgebirge aus. Vorsicht, Glättegefahr auf den Straßen! Zwischendurch scheint jedoch auch mal die Sonne.

Mittelgebirge Schneefallgrenze 500 bis 300 MeterNeuschneemengen 1 bis 5 cm
An den Alpen oberhalb 800 bis 1.000 MeterNeuschneemengen 1 bis 5 cm, in höheren Staulagen um 10 cm, im Allgäu bis zu 15 cm

Der Wind frischt kräftig auf. In einem breiten Streifen von der Nordsee, dem westlichen Niedersachsen und NRW über die mittleren Landesteile bis nach Sachsen und Franken ist mit stürmischen Böen (50 bis 70 km/h), vereinzelt auch mit Sturmböen (bis 80 km/h) zurechnen.

War es das mit dem Winter 2022?

Das Winterintermezzo ist jedoch von kurzer Dauer. „In der Nacht zum Samstag fallen am Alpenrand und in den östlichen Mittelgebirgen die letzten Flocken“, so die DWD-Wetterexperten.

Hoch „Ingo“ gewinnt an Einfluss und sorgt zunehmend für Wetterberuhigung. Bis Sonntag ist es noch ziemlich kalt in Deutschland. Doch dann wird es milder. Bis 14 Grad am Oberrhein sind am Sonntag drin. Zwischen Rügen und dem Bayerischen Wald liegen die Höchstwerte allerdings nur bei 4 Grad.

Zum Start in die nächste Woche stehen die Zeichen jedoch wieder auf Sturm. Im Westen und Nordwesten erwartete der DWD in seiner aktuellen Prognose stürmische Böen. An den Alpen kündigt sich ein Föhnsturm an (siehe auch Erstmeldung).

Nach Frühlingswetter: Orkan zum Valentinstag - DWD warnt für große Teile Deutschlands

Erstmeldung vom 10. Februar 2022

München - 15 Grad im Februar? Die letzten Tage ließen bereits auf den Frühlingsbeginn hoffen. Sogar die ersten Blümchen sind mancherorts bereits zu sehen. Vom Winterwonderland zum Valentinstag, wie im letzten Jahr, keine Spur. Nun scheint das Wetter in Deutschland jedoch wieder ungemütlicher zu werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt.

Sturmwarnung in Deutschland: DWD und Wetterexperten mahnen - „Ungefährlich ist die Lage nicht“

Statt winterlich, kann es ab dem 14. Februar in Deutschland wieder stürmisch werden. „Die Lage in der kommenden Woche birgt viel Potenzial für schwere Stürme über ganz West- und Mitteleuropa“, heißt es von Dominik Jung bei wetter.net. Der Jetstream verlagere sich nach Mitteleuropa und treibe die Westwetterlage voran. „Ungefährlich ist die Lage nicht, weil immer wieder mal schwere Sturmböen* in den Wetterprognosen* für Deutschland auftauchen“, erklärt der Diplom-Meteorologe.

Wetter.net spricht von Geschwindigkeiten von etwa 80 bis 90 Kilometer pro Stunde. Der DWD warnt Anfang der Woche vor allem im Bergland und an der See vor stürmischen Böen mit der Windstärke acht bis zu orkanartigen Böen mit einer Windstärke von 11. Windstärke 11 entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 103 bis 117 km/h*. Zusammengefasst heißt es für Deutschland beim DWD ab Montag (14.2):

Bereits Ende Januar hatte der Norden Deutschlands heftige Sturmböen abbekommen. Die Feuerwehr rief für eine Großstadt aufgrund des Sturms den Ausnahmezustand aus. Kommt mit den Sturmböen nun auch der Schnee* zurück?

Sturmtief Nadia hatte in Deutschland Ende Januar für Chaos gesorgt. Nun gibt es wieder Sturmwarnungen.
Sturmtief Nadia hatte in Deutschland Ende Januar für Chaos gesorgt. Nun gibt es wieder Sturmwarnungen. © Bodo Marks//dpa

Temperaturen im Februar: Es wird warm in Deutschland - Keine Schneehoffnung mehr?

„Der Februar 2022 könnte einer der wärmsten Februarmonate seit 1881 werden“, meldete Wetterexperte Dominik Jung. Bereits am 9. Februar hatten die Temperaturen in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz bei Höchstwerten bis zu 15 Grad gelegen. Trotz Sturm scheint es Ende Februar ähnlich frühlingshaft weiterzugehen. Sowohl der DWD als auch wetter.net melden für die nächste Woche Höchstwerte an die zehn Grad. Am Sonntag (13.2) im Südwesten auch wieder bis zu 13 Grad. Der Februar liegt deutschlandweit damit etwa zwei bis drei Grad über dem 30-jährigen Mittel, so Jung.

Eine kurze Kaltfront*, die zuvor über den Norden zieht, könnte damit die letzten eisigen Tage bringen. Die Temperaturen sinken bis zum 14. Februar noch einmal unter 10 Grad, die Schneefallgrenze sinkt und neben Regen kann es auch Graupel und Wintergewitter geben - ein kurzes Winterintermezzo, denn der Trend deutet Richtung Frühling. „Es wird in diesem Februar in den Niederungen, unterhalb 500 m keine dauerhafte Schneedecke mehr geben und schon gar keinen Dauerfrost“, so wetter.net. „Winterwetter ist nicht in Sicht“, heißt die Klatsche von Wetter-Experte Jung für alle Schneefans. Auch in Bayern gibt es düstere Wetter-Prognosen*. (chd) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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