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Über 40 Grad möglich! „Heißluftblase“ erreicht Deutschland und bringt Hitzewelle

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Von: Tom Offinger

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Der Sommer hat Deutschland fest im Griff. Zum Wochenende soll nun eine Hitzewelle die Bundesrepublik erreichen. Andere Länder leiden bereits unter den heißen Temperaturen.

Offenbach - Die Temperaturen klettern, das Wetter wird immer besser, es verspricht ein toller Sommer zu werden - zumindest aus deutscher Sicht. Während vielerorts täglich mehr und mehr Menschen an die Freibäder, Seen oder Eisdielen strömen, wird es in einigen anderen europäischen Ländern geradezu ungemütlich. In Spanien bestimmt derzeit eine große Hitzewelle die Temperaturen und auch der nördliche Nachbar Frankreich bekommt erste Auswüchse dieser Entwicklung zu spüren. Das nächstlogische „Opfer“ der ungewöhnlich heißen Temperaturen steht bereits fest.

Hitzewelle über Deutschland: Meteorologe prophezeit Temperaturen über 40 Grad

Die sogenannte „Heißluftblase“ stammt eigentlich aus dem Norden Afrikas und befindet sich nach Spanien und Frankreich auf direktem Weg nach Deutschland. Auf der iberischen Halbinsel steigen die Temperaturen derzeit in gigantische Höhen, im Landesinneren erwarten Experten Spitzenwerte bis zu 44, vielleicht sogar 45 Grad! Nachts fallen die Thermometer in den seltensten Fällen unter die 25-Grad-Marke, der Hochsommer scheint Spanien bereits Mitte Juni fest im Griff zu haben.

„Frankreich bekommt ebenfalls eine außergewöhnliche Hitzeladung für Mitte Juni ab - am Freitag bei bis zu 42 Grad - später wird es auch in Italien und auf dem Balkan sehr heiß”, kommentiert Meteorologe Paul Heger das aktuelle Geschehen auf wetter.de. Die Aussichten für das Wochenende (17. bis 19. Juni) in Deutschland seien noch etwas unsicher, so Heger weiter, allerdings müsse mit extrem heißen Temperaturen gerechnet werden: „Am Freitag wird es wieder überwiegend sonnig bei bis zu 34 Grad. Das Wochenende bringt uns dann eine für diese Jahreszeit extreme Hitze mit bis zu 37, vielleicht sogar 38 Grad am Sonntag.”

Anders als im Südwesten Europas, wo die Menschen bis zu zehn Tage unter der Hitzewelle zu leiden hatten, sieht der Meteorologe für Deutschland eine schnelle Linderungsphase kommen: „Von Nordwesten wird es am Sonntag deutlich kühler mit riesigen Kontrasten zu den Heißluftresten im Südosten, bevor teilweise schwere Unwetter und Gewitter für einen Ausgleich sorgen könnten.” Wie genau sich diese Gewitter- und Abkühlungsphase auswirken wird, lässt sich derzeit noch nicht vorhersagen.

Hitzewelle in Spanien und Frankreich: Wärmster Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

In Spanien und Frankreich läuft der „Kampf“ gegen das ungewöhnlich heiße Wetter auf Hochtouren. Das Wetter sei für die Jahreszeit „nicht normal“ und auf die Erderwärmung zurückzuführen, erklärte der spanische Wetterdienst. Die französische Premierministerin Elisabeth Borne versicherte, sie sei entschlossen, „den Schutz der Schwächsten zu garantieren“. „Die Hitzewelle zeigt deutlich, welchen Einfluss der Klimawandel bereits auf unseren Alltag hat“, sagte Grégoire. Sie verwies auf die Berichte des Weltklimarats, die vor einer Zunahme extremer Wetterphänomene warnen. Es könnte die früheste Hitzewelle im Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Frankreich werden.

Mehrere französische Wasserversorger haben zum Wassersparen aufgerufen. Derzeit gelten in einem guten Drittel der 101 Départements Frankreichs bereits Beschränkungen. Je nach Warnstufe wird das Bewässern von Gärten und Feldern rationiert; Autos dürfen nicht mehr gewaschen und private Pools nicht mehr gefüllt werden. In Spanien und Frankreich war der Mai jeweils der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. (to mit afp)

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