Wollte sich der Messer-Angreifer rächen?

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Eine Blutlache mit einer Markierung der Spurensicherung am Tatort in Gelsenkirchen

Essen - Auch vier Tage nach dem Messerangriff auf zwei Polizisten in Gelsenkirchen ist das Motiv des mutmaßlichen Täters noch unklar.

Die Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe zitierten am Samstag einen Eintrag des mutmaßlichen Täters in einem sozialen Netzwerk. So habe er am 30. Juli auf seiner Facebook-Seite geschrieben: “Da hatte ich einen Kloß im Hals … Kollege im Bau. Aaargh, ihr Schweine“. Dies könnte auf ein persönliches Rachemotiv des Täters hindeuten.

Zugleich berichteten die Zeitungen unter Berufung auf frühere Mitschüler des 21 Jahre alten Tatverdächtigen, der junge Mann habe eine rechtsradikale Vergangenheit gehabt. Nach Angaben von Mitschülern habe der heute 21-Jährige während der Schulzeit damit geprahlt, NPD-Mitglied zu sein, schrieben die WAZ-Zeitungen. Zudem habe er in der Oberstufe Springerstiefel getragen und Kleidung, die in der rechten Szene beliebt sei.

Nachdem er die Schule nach der zwölften Klasse verließ, habe er sich jedoch von der rechten Szene gelöst und diese Zeit als “doofe Phase“ beschrieben. Ein Sprecher der Essener Staatsanwaltschaft sagte auf dapd-Anfrage, auch er habe von einer rechtsradikalen Vergangenheit gehört. Ob etwas dran sei, müsse allerdings noch geklärt werden.

Auch ob der 21-Jährige bereits vor seinem mutmaßlichen Angriff auf die beiden Polizisten in irgendeiner Weise polizeilich bekannt war, konnte der Sprecher nicht sagen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der 21-Jährige die beiden Polizisten in der Nacht zum Dienstag zu einem vermeintlichen Unfall gerufen und dann auf sie eingestochen und schwer verletzt. Einer der Polizisten konnte noch mit seiner Dienstwaffe auf den Angreifer feuern. Inzwischen ist das Zustand der beiden Beamten 30 und 45 Jahre alten Beamten nicht mehr lebensbedrohlich. Trotzdem konnten sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang nicht richtig vernommen werden.

dapd

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