"Bahnsinniger" und "Maidan" auch im Rennen

Liefert Mario Götze das Wort des Jahres 2014?

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Hier war er zusammen mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (l.) und Jerome Boateng (2.v.l.) bei Markus Lanz (r.) zu Gast: Mario Götze. Die Wortschöpfung "Götzseidank" könnte das Wort des Jahres 2014 werden.  

München - In jedem Dezember das gleiche Sprachspiel: Welches Wort trifft den Nerv des Jahres am besten? Eine Jury hat die Qual der Wahl. Heißer Tipp für 2014: irgendwas mit Fußball.

Der deutsche Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat gute Chancen, das „Wort des Jahres 2014“ zu liefern. Wortschöpfungen wie „Götzseidank“, „müllern“ oder „Siegerflieger“ stehen auf der Vorschlagsliste der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS).

Sie will am kommenden Freitag (12.12.) in Wiesbaden ihre Wahl bekanntgeben. 2013 traf die Abkürzung „GroKo“ (Große Koalition) aus Sicht der Sprachforscher am besten den Nerv des Jahres.

„In diesem Jahr ist es viel schwieriger als sonst“, sagte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels der Nachrichtenagentur dpa. Es gebe viele Ereignisse, viele Themen, die ihren Niederschlag in den zehn „Wörtern des Jahres“ finden sollen. „Aber das eine Wort haben wir noch nicht“, stellte Ewels klar. Die Zehnerliste und ihr Spitzenreiter werden immer am Abend vor der Verkündung von Vorstand und Mitarbeitern der GfdS gekürt. Bei der Gesellschaft gingen etwa 2300 Vorschläge ein.

"Streik-Pingpong" und "Neurussland" als Vorschläge

Der Konflikt in der Ukraine findet mit den Wörtern „Maidan“, „Krim-Krise“, „Putin-Versteher“ und „Neurussland“ seinen Niederschlag bei den Vorschlägen. An bundespolitische Streitthemen erinnern „Ausländermaut“ (auch als „Schlaglochsteuer“ oder „Mäutchen“), „schwarze Null“ oder „Frühverrentungswelle“. Im „Streik-Pingpong“ zwischen Lufthansa und Lokführern spielte der „Bahnsinnige“, Gewerkschaftschef Claus Weselsky, eine Rolle.

Während das „Unwort des Jahres“ immer eine zynische sprachliche Entgleisung kritisieren soll, geht die GfdS eher spielerisch vor: Ihre Worte und Wendungen sollen für ein Jahr typisch sein, einprägsam und sprachlich interessant. Ausdrücklich kommt es nicht darauf an, wie häufig ein Wort verwendet wird.

dpa

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