Zweckbestimmung verfehlt

Bußgeld für Rentner wegen unerlaubter Rast auf Bank

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Weil er zu lange auf einer Bank einer Bushaltestelle saß, wurde der 86-Jährige zu einem Bußgeld verdonnert.

Ein Rentner wurde in Düsseldorf zu einem Bußgeld verdonnert, weil er zu lange auf einer Bank gesessen hat. Warum der Rentner jedoch die Strafe nicht bezahlen muss.

Düsseldorf - Das Ordnungsamt der Stadt Düsseldorf hat einem offenbar unter Demenz leidenden Rentner ein Bußgeld aufgebrummt, weil er sich zu lange auf die Wartebank einer Bushaltestelle gesetzt hatte. Dem Bescheid über 35 Euro zufolge war dem 86-Jährigen vorgehalten worden, die Bank am Hauptbahnhof nicht ihrer Zweckbestimmung entsprechend, sondern als Ruheplatz benutzt zu haben. Wie die „Rheinische Post“ berichtete, hat ein Bekannter des Mannes ein Foto des offiziellen Schreibens auf Facebook und Twitter veröffentlicht. Dies sorgte im Internet umgehend für große Diskussionen.

Demnach soll dem Mitarbeiter des Ordnungsamtes vermutlich nicht klar gewesen sein, dass der Rentner krank und nicht etwa der Obdachlosen- und Trinkerszene zuzuordnen gewesen sei. In einer Stellungnahme von Montag räumte die Stadt den Irrtum ein und bedauerte das Vorgehen: „Eine angemessene Kommunikation hätte die Situation sicherlich bereits im Entstehen bereinigt.“ Der Senior müsse die Strafe nicht bezahlen, das Verfahren sei eingestellt. Die Stadt Düsseldorf veröffentlichte sogleich einen Beitrag auf Twitter, in dem sie ihr Bedauern ausdrückt.

dpa

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