Facebook-Vize entkommt durch Zufall

Zwei Menschen sterben bei Absturz von Passagier-Jet

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Völlig zestört: Die Überreste der verunglückten Maschine auf dem Flughafen von San Francisco. Nur durch einen Zufall saß Facebooks Vizechefin Sheryl Sandberg nicht in der Boeing.

San Francisco - Zwei Chinesinnen sind bei der dramatischen Bruchlandung der Boeing in San Francisco ums Leben gekommen. Die Vizechefin von Facebook wäre um ein Haar an Bord der Maschine gewesen.

Bei der Bruchlandung eines südkoreanischen Verkehrsflugzeugs in San Francisco sind zwei jungen Chinesinnen ums Leben gekommen. Die beiden Toten hatten chinesische Pässe, habe das südkoreanische Verkehrsministerium mitgeteilt. Bei dem Unglücksflieger handelt es sich um eine Boeing 777 der südkoreanischen Asiana Airlines, die aus Seoul kam.

Nach dem Unglück wurden laut CNN 182 Menschen in Krankenhäuser gebracht, einige wegen schwerer Verletzungen, andere nur zur Untersuchung. Insgesamt seien 291 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen, niemand werde mehr vermisst. Unter den Passagieren seien 61 US-Amerikaner, 77 Südkoreaner, 141 Chinesen und ein Japaner, teilte die Fluggesellschaft mit.

Facebook-Vize Sandberg entkam Flugzeug-Unglück durch Umbuchung

Facebooks Vizechefin Sheryl Sandberg und ihre Familie wären um ein Haar an Bord des Unglücks-Flugzeugs gewesen. Wie Sandberg auf dem Sozialen Netzwerk schrieb, buchte sie auf einen Flug von United Airlines um, damit ihre Familienmitglieder Meilen sammeln konnten. Auch Kollegen seien mitgereist. Ihre Maschine habe zeitgleich ankommen sollen. Sie sei aber letztlich 20 Minuten vor dem Unglücksflieger sicher gelandet. Einem Freund, der an Bord der verunglückten Maschine gewesen sei, gehe es ebenfalls gut. „Es ist ein Moment, um dankbar zu sein.“

Bilder vom Flugzeug-Unglück

Boeing-Bruchlandung in San Francisco: Drei Tote

Die Bilder von der Unglücksstelle waren erschreckend. Die Maschine lag mit aufgerissener und verbrannter Kabinendecke auf dem Rollfeld, das Heck des Flugzeugs war abgebrochen. Trümmerteile waren weit über die Landebahn 28L verstreut. Auf der linken Seite waren zwei Notrutschen zu sehen, über die sich die meisten Passagiere aus dem brennenden Wrack retten konnten. Die US-Transportsicherheitsbehörde NTSB begann unmittelbar mit der Ursachensuche. Die Vorsitzende Debbi Hersman wollte sich nicht dazu äußern, ob möglicherweise ein Pilotenfehler oder technisches Problem vorlag. Einen Terroranschlag schloss die Bundespolizei FBI aus.

In einem Amateur-Video bei youtube ist zu sehen, wie aus der verunglückten Maschine auf der Landbahn am Flughafen von San Francisco schwarzer Rauch quillt.

Die Flugaufsichtsbehörde FAA stufte den Vorfall offiziell als Bruchlandung ein. Augenzeugen berichteten im Fernsehen, dass es bei dem Aufsetzen einen Knall oder eine Explosion am Fahrwerk gegeben habe. Weißer Rauch sei zu sehen gewesen, dann habe sich das Flugzeug mehrfach gedreht. Die Flughafenfeuerwehr löschte die Brände mit Schaum und Wasser. Im Internet kursierende Fotos zeigten Menschen, die von dem Jumbojet wegrennen. Manche Beobachter sagten hinterher, das Flugzeug sei zu tief angeflogen, so dass das Fahrwerk gegen eine Mauer geprallt sei.

In einem weiteren Video sieht man das das Wrack der verunglückten Maschine nach den Löscharbeiten neben der Landbahn liegen.  

Der Flugverkehr auf dem internationalen Airport musste stundenlang unterbrochen werden. Ankommende Flüge wurden auf andere Ziele an der Westküste umgeleitet. Nach dem Nationalfeiertag am vergangenen Donnerstag und wegen der Schulferien gehört das Wochenende zu den geschäftigsten Reisetagen. US-Präsident Barack Obama dankte laut einer Mitteilung den Ersthelfern für ihr schnelles Eingreifen.

Ein Manager, der nach eigenen Angaben an Bord des Flugzeugs war, berichtete via Twitter von dem Unglück. „Ich bin gerade in SFO bruchgelandet. Heck abgerissen. Den meisten scheint es gut zu gehen. Mir geht's gut. Surreal...“. Zu einem Foto der verunglückten Maschine schrieb David Eun: „Feuerwehrleute und Retter überall. Sie holen die Verletzten raus. Habe mich nicht so gefühlt seit 9/11.“ Das bezieht sich auf die Anschläge vom 11. September 2001.

Asiana ist nach Korean Air die zweitgrößte Fluggesellschaft Südkoreas und Mitglied der Star Alliance, in der auch die Lufthansa ist. Sie fliegt besonders an der Westküste der USA viele Ziele an. Asiana operiert mit zwölf Boeing 777-200, die jeweils ungefähr 300 Passagiere aufnehmen können. Sowohl der Flugzeugtyp als auch die Airline gelten bei Luftfahrtexperten als sehr sicher.

dpa

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