Weit über eine Milliarde

Diese unglaubliche Summe gibt VW im Abgasskandal für Berater und Anwälte aus

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VW-Chef Herbert Diess

Strafzahlungen, Vergleiche - und Unsummen für Berater und Anwälte: Der Abgasskandal kommt VW, Audi und Porsche teuer zu stehen. Nun sind neue Zahlen bekannt.

Wolfsburg - Der Abgasskandal kommt VW teuer zu stehen. Nicht nur für Vergleiche und Verfahren, sondern auch für Berater und Anwälte hat der Konzern tief in die Tasche gegriffen. Und wird dies wohl auch weiter tun.

Volkswagen hat für Berater und Anwälte, die der Konzern im Zusammenhang mit dem Dieselskandal beauftragt hat, bisher 1,77 Milliarden Euro ausgegeben. Die Summe beinhalte Zahlungen für alle Marken inklusive Audi und Porsche sowie alle Märkte, berichtete das Handelsblatt am Sonntag. Ein VW-Sprecher bestätigte die Zahl von 1,77 Milliarden Euro.

VW, Audi und Porsche im Abgasskandal: Riesensumme für US-Anwaltskanzlei

Es wird davon ausgegangen, dass die Summe noch steigen wird, da die juristischen Verfahren im Zusammenhang mit dem Abgasskandal noch nicht abgeschlossen sind. Zu den großen Auftragnehmern zählt die US-Anwaltskanzlei Jones Day, die VW im September 2015 mit der Vertretung gegenüber den Strafverfolgungsbehörden in den USA beauftragt hatte.

Volkswagen hatte zu Jahresbeginn spürbar an Gewinn eingebüßt. Unter dem Strich verdiente der Konzern im ersten Quartal 3,05 Milliarden Euro, nach rund 3,3 Milliarden Euro vor einem Jahr. Dazu trugen auch die Kosten für Rechtsstreitigkeiten rund um die manipulierten Dieselmotoren bei. In der Rechnung seien Kosten für Rechtsanwälte, Vergleiche und ausstehende Verfahren enthalten, hatte VW-Finanzvorstand Frank Witter Anfang Mai gesagt.

Die Volkswagen-Marke Audi hat unterdessen einen Rückschlag in Sache Elektroautos erlitten: Die Ingolstädter müssen eines ihrer E-Modelle zurückrufen. Aber auch die Konkurrenz hat Probleme: BMW erlitt vergangene Woche einen Shitstorm für ein frisches Modell - zahlt seinen Mitarbeitern aber immerhin eine hohe Prämie.

dpa/fn

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