Test: Wie gut schmecken alkoholfreie Weißbiere?

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Prost: Viele alkoholfreie Weißebiere überzeugen durch guten Geschmack

Berlin - Wenig Kalorien und viele Mineralstoffe: Für viele ist alkoholfreies Weißbier ein optimaler Durstlöscher. Doch was können die Hefeweizen wirklich? Die Stiftung Warentest hat's überprüft.

Eingefleischte Biertrinker haben es schon immer gewusst: Bier ohne die entsprechenden Prozente schmeckt einfach anders. Nun haben sie die Bestätigung. Die Stiftung Warentest hat beim Test von 20 alkoholfreien Weizenbieren exemplarisch 6 Marken direkt im Vergleich verkostet: Das Alkoholfreie war jeweils wässriger, weniger bitter und hopfig. Es schmeckte schwächer nach typischen Aromanoten wie Gewürznelke oder Banane.

Insgesamt waren die Tester recht zufrieden mit den Weißbieren. Die Gesamtnote "gut" haben 12 der 20 getesteten Biere erhalten, darunter bekannte Marken wie Erdinger und Franziskaner, aber auch weniger bekannte wie das aus Biozutaten gebraute Neumarkter Lammsbräu.

Getestet wurden Aussehen, Geruch, Geschmack, Mundgefühl und natürlich der Unterschied zu den alkoholhaltigen Pendants. Die geschmackliche Nähe dazu war für die Gesamtbewertung nicht ausschlaggebend, dennoch gibt es einige Unterschiede – sie sind mal mehr, mal weniger süßlich, säuerlich und malzig. Und sie variieren in den Aromanoten Gewürznelke, Waldhonig und Banane. Seltsames nahmen die Prüfer bei der Marke Justus wahr: Es roch schwach nach gekochtem Gemüse.

Alkoholfreies Weißbier im Test: Die Ergebnisse

Alkoholfreie Weißbiere im Test: Die Ergebnisse

Zwei Biere, Graf Arco und Schönbuch, sind mit "mangelhaft" bewertet worden. Sie enthielten Milchsäurebakterien. Die Brauer können mit ihnen zwar die Würze säuern. Im fertigen Bier haben sie aber nichts zu suchen, denn sie können das Bier verderben: Sie wandeln den Zucker aus dem Braumalz nicht wie Hefe in Alkohol um, sondern in Milchsäure. Und das ist zu schmecken.

Allgemein lässt sich sagen, dass alkoholfreies Weißbier so wenig Kalorien hat wie Apfelschorle (durchschnittlich 23 Kilokalorien pro 100 Milliliter). Kein Wunder, dass sich immer mehr Brauereien die Zielgruppe dafür als figurbewusst, sportlich und eher weiblich vorstellen. Wer also statt zu normalem Weizenbier zum alkoholfreien greift, spart rund 40 Prozent Kalorien. Günstig ist auch die Zusammensetzung der Mineralstoffe: viel Kalium und Magnesium, etwas Kalzium, aber wenig Natrium. Fazit: Fast alle Weizenbiere im Test sind im Alltag "gute" Durstlöscher.

Nicht optimal sind sie hingegen beim Ausdauersport. Die meisten sind zwar isotonisch – das heißt, im Bier ist die Konzentration gelöster Stoffe so hoch wie im Blut. Doch alle haben zu wenig Natrium und zu viel Kalium, um ein idealer Durstlöscher beim Sport zu sein.

Übrigens: Kein alkoholfreies Weißbier ist gänzlich alkoholfrei. Die getesteten Biere haben aber alle den gesetzlichen Höchstwert von 0,5 Prozent eingehalten - selbst Traubensaft darf mehr haben.

Den ganzen Test zum Nachlesen gibt's auf der Homepage der Stiftung Warentest.

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