Arcandor-Insolvenzverfahren offiziell eröffnet

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Das Essener Amtsgericht hat am Dienstag das Insolvenzverfahren für zunächst 15 Arcandor-Gesellschaften eröffnet.

Essen - Tag der Wahrheit für Arcandor: Das Amtsgericht Essen hat am Dienstag das Insolvenzverfahren für die ersten 15 Gesellschaften des zahlungsunfähigen Konzerns formell eröffnet.

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Betroffen sind unter anderem die die Konzernholding Arcandor, die Versandhandelssparte Primondo, die Karstadt Warenhaus GmbH und die Quelle GmbH. Mit der Eröffnung des formellen Insolvenzverfahrens hat bei dem Essener Unternehmen, das am 9. Juni in die Pleite gerutscht war, endgültig der Insolvenzverwalter das Sagen. Erwartet wird, dass nun auch Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick nach nur sechs Monaten im Amt seinen Hut nimmt. Für den früheren Telekom-Finanzvorstand ist es eine bittere Niederlage. Zwar ließ er sich sein Millionengehalt vom Großaktionär Sal. Oppenheim garantieren und muss deshalb wohl keine finanziellen Einbuße befürchten. Doch sein Traum als Konzernvorstand Akzente zu setzen, liegt in Trümmern.

Mitarbeiter stehen vor Kündigung

Auch die ersten Mitarbeiter in der Konzernzentrale dürften mit Eröffnung des formellen Insolvenzverfahrens ihre Kündigung erhalten. Denn mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens endet auch die Zahlung des staatlichen Insolvenzgeldes, dass das Unternehmen von der Last der Löhne und Gehälter befreite und ihm so eine Atempause verschaffte.

Die Freistellung könnte Kreisen zufolge bei einigen schon zum 1. Oktober erfolgen. Insgesamt droht nach früheren Angaben rund 3.700 Mitarbeitern der Arcandor-Versandhandelstochter Primondo der Verlust des Arbeitsplatzes. Die defizitären 109 Quelle Technik Center sollen schon bald geschlossen und die Quelle-Shops von 1.450 auf rund 1.000 reduziert werden. Außerdem stehen noch 19 der 126 Karstadt-Waren- und Sporthäuser zur Disposition. Pro Filiale sind durchschnittlich zwischen 120 bis 250 Mitarbeiter beschäftigt.

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ap

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