Aufsichtsrat von Continental stimmt Kapitalerhöhung zu

Hannover - Der angeschlagene Autozulieferer Continental bekommt über eine Kapitalerhöhung mehr als eine Milliarde Euro frisches Geld. Der Aufsichtsrat hat der Ausgabe neuer Aktien zugestimmt.

Wie das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mitteilte, beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 31 Millionen neuen Aktien zum Stückpreis von 35 Euro. Damit erzielt Continental einen Erlös von 1,085 Milliarden Euro. Ein Bankenkonsortium verpflichtete sich dem Unternehmen zufolge, die Aktien zu übernehmen und Altaktionären der Continental AG anzubieten. Diese können voraussichtlich noch im Januar zwei neue Aktien für elf alte beziehen.

Die Kapitalerhöhung ist ein Teil einer Umschuldung bei Continental. Bereits im Dezember einigte sich der Konzern mit den Banken auf neue Kreditbedingungen. Hintergrund der Schritte ist die Fälligkeit eines Kredites in Höhe von 3,5 Milliarden Euro im August, den das Unternehmen für den Kauf von Siemens VDO aufnahm. Die Netto-Gesamtschulden belaufen sich auf rund 9,5 Milliarden Euro.

Der wichtigste Großaktionär des Unternehmens ist die Schaeffler-Gruppe. Das fränkische Familienunternehmen ist aber seit der Übernahme von Continental selbst mit mehr als 10 Milliarden Euro verschuldet und kann sich an der Kapitalerhöhung nicht beteiligen. Die Bezugsrechte werden auch nicht an Dritte übertragen.

AP

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