Kundendienst betroffen

Verlagsgruppe Weltbild baut Stellen ab

+
140 Stellen wird die Verlagsgruppe Weltbild streichen.

Augsburg - Personalabbau bei der Verlagsgruppe Weltbild: Der Kundendienst wird an externe Dienstleister ausgelagert. 140 Mitarbeiter des Augsburger Unternehmens sind betroffen.

Die von der katholischen Kirche getragene Verlagsgruppe Weltbild hat erstmals konkrete Angaben zu einem geplanten Personalabbau gemacht. Wie das Augsburger Unternehmen am Montag mitteilte, wird der Weltbild-Kundendienst an externe Dienstleister ausgelagert. Davon sind bei Weltbild rund 140 Mitarbeiter betroffen. Weltbild begründete diesen Schritt auch damit, dass „die Kosten im Augsburger Kundendienst erheblich über denen des Marktes“ lägen.

„Der Umbau zu einem Online- und Digitalunternehmen erfordert harte und schmerzhafte Maßnahmen und lässt uns hier keine andere Wahl“, sagte Carel Halff, der Vorsitzende der Weltbild-Geschäftsführung. Nun würden Gespräche mit dem Betriebsrat über sozialverträgliche Lösungen für die Mitarbeiter geführt. Bis Ende Januar 2014 soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Wohl bis Ende 2014 rote Zahlen

Die Gewerkschaft Verdi befürchtet, dass insgesamt mehrere hundert Jobs bei dem wirtschaftlich angeschlagenen Kirchenkonzern wegfallen. Das Unternehmen hatte angekündigt, dass es voraussichtlich bis Ende 2014 rote Zahlen schreiben wird. Die Gesellschafter des Verlagshauses sind zwölf Bistümer, der Verband der Diözesen Deutschlands und die Soldatenseelsorge Berlin. Der Weltbild-Betriebsrat hatte die Bischöfe gebeten, eine Lösung für das Kirchenunternehmen zu finden und damit betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.

Wegen Erotik- und Esoterikangeboten bei Weltbild will sich die Kirche von dem Unternehmen trennen. Neben einem Verkauf wird eine Stiftungslösung diskutiert. Weltbild hat nach den letzten verfügbaren Zahlen rund 6800 Mitarbeiter, davon etwa 2300 am Augsburger Stammsitz.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Alarmierende Studie: So hat Amazon unser Kaufverhalten verändert
Alarmierende Studie: So hat Amazon unser Kaufverhalten verändert
Immer weniger Neuwagen auf Privatkunden zugelassen
Immer weniger Neuwagen auf Privatkunden zugelassen

Kommentare