Bahn: Züge mit Neigetechnik bleiben Sonderfall in Deutschland

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Die Neigetechnik habe sich als extrem störungsanfällig erwiesen, kritisierte der Grünen-Politiker Matthias Gastel. Foto: Marcus Führer

Berlin (dpa) - Die störungsanfälligen Züge mit Neigetechnik werden aus Sicht der Deutschen Bahn nicht im großen Stil eingesetzt werden.

"Der Einsatz von Neigetechniktriebzügen wird nach unserer Einschätzung nicht nur in Deutschland weiterhin ein Sonderfall bleiben", heißt es in einem Brief der Konzernleitung an den Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel. Daraus zitiert die Zeitung "Die Welt" (Freitag).

Der Grünen-Politiker hatte an Bahnchef Rüdiger Grube geschrieben, nachdem die Bahn auf Strecken in Süddeutschland die Neigetechnik im Dezember wegen technischer Probleme abgeschaltet hatte. Berührungen mit anderen Zügen könnten unter ungünstigsten Bedingungen nicht ausgeschlossen werden, wenn eines der dort verwandten Antriebssysteme blockiert sei, heißt es in dem Brief, der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Neigetechnik habe sich als extrem störungsanfällig erwiesen, kritisierte Gastel. Die Bahnbranche solle sich darüber verständigen, auf welcher Basis die Neigetechnik eine Zukunft in Deutschland haben kann. An der Technik arbeiten alle großen europäischen Zughersteller. Mit Bombardier Transportation stand die Bahn wegen der Probleme schon vor Gericht, das Verfahren endete in einem Vergleich.

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