Banken: Bargeld auch noch in 50 Jahren

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Mehr als die Hälfte der Umsätze im Laden werden immer noch bar abgewickelt, der Abwärtstrend hat sich in den vergangenen Jahren sogar etwas verlangsamt. Foto: Daniel Reinhardt

Berlin (dpa) - Trotz immer neuer Bargeld-Alternativen haben Münzen und Scheine aus Sicht der Banken in Deutschland noch eine lange Zukunft.

"Der Anteil der Bar-Transaktionen wird zurückgehen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, Michael Kemmer, der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es wird auch in 50 Jahren noch Bargeld geben."

Nach einer Umfrage des Digitalwirtschaftsverbands Bitkom bezahlen 96 Prozent der Bundesbürger an der Ladenkasse in bar, immer mehr nutzen demnach aber auch die Debitkarte (82 Prozent), Kreditkarten (35 Prozent) und das Handy (10 Prozent).

"Bargeld verursacht für die Banken nicht unerhebliche Kosten für Sicherheit, Lagerung und Transport. Aber wir machen das, was unsere Kunden wünschen", sagte Kemmer. Tendenzen zur Abschaffung würden in Deutschland nicht goutiert.

Mehr als die Hälfte der Umsätze im Laden werden immer noch bar abgewickelt, der Abwärtstrend hat sich nach Zahlen der Deutschen Bundesbank in den vergangenen Jahren sogar etwas verlangsamt.

Die Banken vermuten, dass die Kunden auch ihre Autonomie wahren wollen. "Wenn ich nur noch mit Karte zahlen könnte, hätte ich das Gefühl, jeder kann meine Ausgaben nachvollziehen", sagte Kemmer. "Das ist wahrscheinlich irrational, aber ich glaube, ich bin da nicht untypisch. Die Deutschen lieben ihr Bargeld, das ist sicherlich eine deutsche Eigenheit."

Pressemitteilungen Bankenverband

Bitkom-Umfrage

Bundesbank-Studie zum Zahlungsverhalten

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