Bayer-Chef: Integration der Flüchtlinge braucht viel Zeit

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Bayer-Chef Marijn Dekkers warnt davor, sich mit Blick auf die Flüchtlinge Illusionen hinzugeben. Foto: Oliver Berg/Archiv

Berlin (dpa) - Die Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt ist nach Ansicht von Bayer-Chef Marijn Dekkers eine langwierige Aufgabe. Man dürfe sich keinen Illusionen hingeben.

Es werde "sehr viel Zeit und Mühe kosten, die Flüchtlinge auf das Niveau zu bringen, das man in Deutschland als Arbeitnehmer mitbringen muss, um eine Beschäftigung zu finden", sagte Dekkers der "Welt am Sonntag". Der Staat werde das über Jahre hinweg subventionieren müssen.

"Bis die große Mehrheit der Asylsuchenden wirklich unabhängig von staatlicher Hilfe sein wird und ihr eigenes Einkommen verdient, werden mindestens 15 Jahre vergehen", sagte der Chef des Chemie- und Pharmakonzerns der Zeitung. Die deutschen Arbeitskräfte seien extrem gut ausgebildet. Das lasse sich nicht so leicht kopieren. Auch die Sprache sei ein Problem.

Kurzfristig werde die Versorgung der vielen Asylsuchenden sicher für wirtschaftliche Impulse sorgen. "Die Menschen müssen essen, sie benötigen Kleidung, sie müssen ihren Alltag gestalten." Die Flüchtlinge könnten die Konjunktur kurzfristig sicher beleben.

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