Bayerische Landesbank macht Gewinn

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Die Bayerische Landesbank hat im ersten Halbjahr 2009 einen Gewinn ausgewiesen.

München - Die mit Milliardenhilfen gerettete Bayerische Landesbank hat im ersten Halbjahr 2009 einen Gewinn ausgewiesen. Unterm Strich verdiente sie 359 Millionen Euro.

Das teilte die Bank am Dienstag in München mit. Im Vorjahreszeitraum hatte die BayernLB noch 722 Millionen Euro Verlust gemacht. Allerdings entstand fast der gesamte Gewinn im ersten Quartal.

Von April bis Juni lag das operative Ergebnis nur noch bei 40 Millionen Euro, im ersten Quartal waren es noch 557 Millionen. Im zweiten Quartal wurde die Bank vor allem durch eine stark gestiegene Risikovorsorge im Kreditgeschäft belastet, für die sie 566 Millionen Euro ausgab. Zudem konnte sie im zweiten Quartal kein Plus aus Finanzanlagen verbuchen - von Januar bis März hatte die BayernLB hier noch 268 Millionen Euro verdient.

Erhöhung der Kreditrisikovorsorge

Im Ausblick für das laufende Jahr blieb Konzernchef Michael Kemmer vorsichtig: “Aufgrund der anhaltend unsicheren Konjunktur- und Marktlage ist eine seriöse Prognose bis zum Jahresende nicht möglich. Unverändert kann ein negatives Ergebnis nicht ausgeschlossen werden“, erklärte er.

Unter anderem rechnet die Bank mit einer weiteren Erhöhung der Kreditrisikovorsorge. “Im zweiten Halbjahr liegt eine schwierige Wegstrecke vor uns“, sagte Kemmer. Die BayernLB sei aber “aus heutiger Sicht hinreichend gegen eventuelle weitere negative Veränderungen des Marktumfeldes abgepuffert.“

Aus der bayerischen Politik kamen skeptische Stimmen zur Landesbank: SPD-Politiker betonten, der Gewinn sei nur eine Momentaufnahme. Der Grünen-Haushaltsexperte Thomas Mütze sagte dem Bayerischen Rundfunk, die BayernLB habe die Kehrtwende noch nicht geschafft. Die BayernLB hatte im Zuge der Finanzmarktkrise im vergangenen Jahr 5,2 Milliarden Euro Verlust gemacht und musste vom Freistaat mit einer Kapitalspritze von 10 Milliarden Euro gerettet werden.

Die BayernLB hatte im Zuge der Finanzmarktkrise im vergangenen Jahr 5,2 Milliarden Euro Verlust gemacht und musste vom Freistaat mit einer Kapitalspritze von 10 Milliarden Euro gerettet werden.

AP

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