Betriebsräte klagen an: Arbeitnehmer werden bespitzelt

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Eine Videokamera zeichnet am (in der gestellten Szene) die Arbeit in einem Büro auf. Betriebsräte klagen die Bespitzelung deutscher Arbeitnehmer an.

Düsseldorf  - Mitarbeiter werden heimlich gefilmt und Krankendaten gesammelt: Verstöße wie diese sind aus Sicht von Betriebsräten in Deutschland keine Seltenheit.

Wie eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf ergeben hat, klagt jeder siebte Betriebsrat (14 Prozent) über Verstöße gegen Vorschriften zum Arbeitnehmer-Datenschutz in seinem Unternehmen.

Für die Untersuchung wurden knapp 2000 Arbeitnehmervertreter im Frühjahr 2010 nach Verstößen innerhalb der vergangenen vier Jahre gefragt. Die Studie ist der Stiftung zufolge repräsentativ für Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten und einem Betriebsrat.

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Verstöße gegen den Datenschutz im Betrieb haben in der jüngsten Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt: Neben dem Discounter Lidl und dem Daimler-Konzern waren unter anderem die Deutsche Bahn und die Deutsche Telekom wegen unzulässig gesammelter Daten in die Kritik geraten. Die Bundesregierung hat inzwischen einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, um den Datenschutz zu verbessern.

dpa

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