Hype um vegane Burger

Beyond Meat verzückt weiter die Börse

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Beyond-Meat-Chef Ethan Brown (M) jubelt mit Mitarbeitern über den Börsengang des Fleischersatz-Herstellers. Foto: Mark Lennihan/AP

Der Fleischersatz-Spezialist Beyond Meat ist der neue Liebling der Wall Street. Der erste Geschäftsbericht nach dem furiosen Börsengang weist rasantes Umsatzwachstum aus, auch der Ausblick sorgt für Zuversicht. Das versetzt Anleger in Euphorie.

El Segundo (dpa) - Schmeckt wie Fleisch, ist aber keins - mit diesem Erfolgsrezept hat die US-Firma Beyond Meat den Lebensmittelmarkt und auch die Börse im Sturm erobert.

Nachdem das kalifornische Unternehmen mit den begehrten veganen Burgern Anfang Mai ein viel umjubeltes Aktien-Debüt in New York feierte, legte es nun den ersten Geschäftsbericht vor. Die Zahlen fachten das Kursfeuerwerk weiter an - im vorbörslichen US-Handel stieg die Aktie am Freitag um 29 Prozent.

Beyond Meat steigerte den Umsatz im ersten Quartal um satte 215 Prozent auf 40,2 Millionen Dollar (35,6 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Verlust nahm zwar um knapp 16 Prozent auf 6,6 Millionen Dollar zu, dennoch übertrafen die Ergebnisse die Erwartungen der Analysten und wurden am Markt geradezu euphorisch aufgenommen. Bereits nachbörslich legte der Aktienkurs in einer ersten Reaktion um fast 20 Prozent zu.

Beyond Meat stellt Fleischalternativen auf pflanzlicher Basis her - tierische Zutaten sind strikt tabu. Damit liegt das 2009 im kalifornischen El Segundo gegründete Unternehmen voll im Trend. Vor allem mit veganen Burgern, die in Deutschland bei der Großhandelskette Metro und seit kurzem auch beim Discounter Lidl verkauft werden, hat Beyond Meat einen regelrechten Hype ausgelöst.

Eine noch größere Sensation ist der Fleischersatz-Hersteller jedoch am Kapitalmarkt. Beyond Meat ging Anfang Mai an die New Yorker Technologiebörse Nasdaq, dabei gelang eine der erfolgreichsten Premieren seit Jahren. Der Ansturm auf die Aktien riss bislang nicht ab, der Kurs lag zuletzt mehr als 300 Prozent über dem Ausgabepreis.

Die Firma, die Promis wie Microsoft-Mitgründer Bill Gates oder Hollywood-Star Leonardo DiCaprio als Investoren und Fürsprecher an Bord hat, hatte beim Börsengang rund 240 Millionen Dollar erlöst und war dabei insgesamt mit knapp 1,5 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro) bewertet worden. Zum Vergleich: Inzwischen hat Beyond Meat einen Börsenwert von mehr als 5,7 Milliarden Dollar erreicht.

Auch wenn Finanzprofis angesichts der rasanten Kursrallye vor Rückschlägen warnen, scheint zumindest ein Ende des starken Umsatzwachstums nicht in Sicht. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Beyond Meat im Quartalsbericht zuversichtlich und stellte Erlöse in Höhe von 210 Millionen Dollar in Aussicht. Das wären 140 Prozent mehr als 2018. Zudem geht das Management davon aus, vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen die Gewinnzone zu erreichen.

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