BMW: Dickes Absatzplus - Kooperation mit GM?

+

München - BMW hat beim Absatz im September weiter Fahrt aufgenommen. Wie das Handelsblatt berichtet, erwägt der Autohersteller nun eine Kooperation mit General Motors.

Im September verkaufte das Unternehmen weltweit 142 950 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce, das waren 16,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie die BMW AG am Freitag in München mitteilte. In den ersten neun Monaten des Jahres lag der Absatz damit um 13,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Die meistgestohlenen Autos 2009

Fotostrecke: Die meistgestohlenen Autos 2009

Die meistgestohlenen Autos 2009

Mit neuen Modellen wie dem Geländewagen X3, der im November in Europa auf den Markt kommt, rechne BMW auch im vierten Quartal “mit soliden Zuwächsen im zweistelligen Prozentbereich“. Die Marke BMW legte im September um gut 20 Prozent zu und verkaufte 117.467 Autos. Wachstumstreiber waren die großen Modellreihen - vor allem die 5er Limousine.

Die Marke Mini legte um knapp 2 Prozent zu und erreichte mit 25.222 Auslieferungen ihr bestes September-Ergebnis überhaupt. Im Heimatmarkt Deutschland konnte der BMW-Konzern im September um 16,6 Prozent zulegen und damit die Delle im bisherigen Jahresverlauf fast ausbügeln.

Deutschland für BMW wichtigster Markt

 Mit 21.452 verkaufen Autos ist Deutschland für BMW der zweitwichtigste Markt nach den USA, wo der Absatz um 20,5 Prozent auf 23.112 Autos emporschnellte. Nummer drei ist China mit einem Plus von 89 Prozent und 15.379 verkauften Fahrzeugen. Rolls-Royce verkaufte im September 261 Phantom und Ghost - im Vorjahresmonat hatte der Konzern gerade mal 50 dieser Luxusautos an den Mann oder die Frau gebracht. Mit 8.066 Auslieferungen an Kunden erzielte BMW Motorrad das bisher stärkste September-Ergebnis seiner Geschichte.

Der US-Autohersteller General Motors und BMW prüfen derweil nach Informationen des “Handelsblatts“ weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Es gebe erste lockere Kontakte auf Gruppenleiter-Ebene, die Gesprächsrunden seien noch nicht weit fortgeschritten, hieß es aus Insider-Kreisen. Bereits vor der Insolvenz von GM im vergangenen Sommer habe es Gespräche mit den Bayern über eine Motorenkooperation gegeben.

Bereits Kooperationen mit Saab und Daimler

Bei BMW hieß es dazu am Freitag lediglich, man spreche ständig “mit einer Reihe von Unternehmen über eine Vielzahl von Themen“, Namen würden aber generell nicht genannt. Erst vergangene Woche hatten BMW und der schwedische Autobauer Saab einen Vertrag über die Lieferung von BMW-Benzinmotoren für die kommenden Modelle der Schweden abgeschlossen.

Auch weitere Kooperationen würden geprüft, erklärte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson bei der Vertragsunterzeichnung. BMW und GM arbeiten bereits gemeinsam mit Daimler bei der Hybridtechnik zusammen und beide Firmen kooperieren auch bei automatischen Getrieben. Ein Sprecher von GM in Detroit sagte dem “Handelsblatt“, der Konzern stehe generell mit Herstellern und seinen Zulieferern in Kontakt, um mögliche Gebiete der Zusammenarbeit zu evaluieren

Auch interessant

Meistgelesen

Alarmierende Studie: So hat Amazon unser Kaufverhalten verändert
Alarmierende Studie: So hat Amazon unser Kaufverhalten verändert
Immer weniger Neuwagen auf Privatkunden zugelassen
Immer weniger Neuwagen auf Privatkunden zugelassen
Diese zwei Kindersitze sind gefährlich, warnt Stiftung Warentest
Diese zwei Kindersitze sind gefährlich, warnt Stiftung Warentest
Tesla-Chef warnt vor tödlicher Gefahr durch künstliche Intelligenz
Tesla-Chef warnt vor tödlicher Gefahr durch künstliche Intelligenz

Kommentare