"Desto besser für alle"

IWF-Chefin hofft auf schnellen Zeitplan für Brexit

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IWF-Chefin Christine Lagarde.

Washington - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat einen schnellen Zeitplan für einen Austritt Großbritanniens aus der EU gefordert.

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Je schneller der Zeitplan und die Konditionen für den Abschied des Landes aus der EU feststünden, "desto besser ist das für alle", sagte Lagarde in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP in Washington.

Trotz der wirtschaftlichen Folgen des Brexit-Votums rechnet die IWF-Chefin nicht mit einer globalen Rezession. Die Auswirkungen für die Weltwirtschaft hingen aber sehr davon ab, wie schnell Großbritannien und die EU einen klaren Rahmen und Zeitplan für den Brexit ausarbeiteten. Der Ausstiegsprozess müsse so rasch wie möglich "berechenbar" werden, um die durch den Ausgang des Referendums erzeugten "Unsicherheiten" zu reduzieren.

Lagarde hatte vor der Volksabstimmung am 23. Juni mehrfach vor einem Brexit gewarnt. Sie sagte nun, das Brexit-Votum sei eines "der derzeit größten Risiken" für die Weltwirtschaft. Allerdings würden die unmittelbaren Folgen des Votums vor allem in Großbritannien selbst zu spüren sein, mit einigen "Auswirkungen" auch auf die Eurozone.

Wie stark sich das Brexit-Votum letztlich auf die Weltwirtschaft auswirken werde, hänge davon ab, wie lange die Phase der "Unsicherheit" andauern werde, sagte die französische IWF-Direktorin. "Je länger die Unsicherheit anhält, desto größer ist das Risiko."

Der Ausgang des britischen Referendums spiegele eine gewisse "Enttäuschung" der Bürger über die EU-Institutionen wider, sagte Lagarde weiter. Als Reaktion darauf müsse die Europäische Union "transparenter" werden. Sie müsse die "Kosten und Nutzen" ihrer Handlungen den Bürgern besser erklären.

Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der EU zeigte sich Lagarde "optimistisch". Das Votum in Großbritannien könne ein "Katalysator" werden und die Europäer anspornen, den Prozess der wirtschaftlichen Integration voranzutreiben, sagte sie.

AFP

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