Jens Weidmann dementiert

Bundesbank-Präsident: Abschaffung des Bargelds keine Option

+
Anfang Mai hatte der EZB-Rat die schrittweise Abschaffung des 500ers beschlossen. 

Frankfurt/Main - Nach dem beschlossenen Aus für den 500-Euro-Schein weist die Bundesbank Begehrlichkeiten nach einer vollständigen Abschaffung des Bargeldes zurück.

"Solche Vorschläge wären (...) die falsche, völlig unverhältnismäßige Antwort auf die geldpolitischen Herausforderungen an der Nullzinsgrenze", sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am Montag bei einer Tagung der Notenbank in Frankfurt. Er halte "die Abschaffung des Bargelds für kein sinnvolles Instrument, um die Geldpolitik zu beflügeln".

Es gehe vielmehr darum, das Wachstum im Euroraum zu stärken. Die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sei derzeit angemessen, sagte Weidmann, betonte jedoch zugleich: "Das derzeitige geldpolitische Umfeld erfordert auch keine weiteren Lockerungen."

Anfang Mai hatte der EZB-Rat die schrittweise Abschaffung des 500ers beschlossen. "Nach einer angemessenen Übergangsfrist, voraussichtlich frühestens Ende 2018, werden (...) keine 500-Euro-Scheine mehr ausgegeben", bekräftigte Weidmann. "Es gibt erste Hinweise, dass die Bürger bereits beginnen, 500-Euro-Scheine gegen geringere Stückelungen einzutauschen."

dpa

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Nach Flug-Chaos: Das müssen Tuifly-Kunden jetzt wissen 

Hannover - Rund eine Woche lang flog ein Großteil der Tui-Maschinen nicht, weil sich Besatzungen krank meldeten. Haben Urlauber nun Anspruch auf …
Nach Flug-Chaos: Das müssen Tuifly-Kunden jetzt wissen 

Rekordüberschuss für Staat dank kräftiger Konjunktur

Wiesbaden - Die robuste Konjunktur füllt die öffentlichen Kassen. Der Staat nimmt deutlich mehr ein als er ausgibt. Zum Jahresende 2016 gewinnt das …
Rekordüberschuss für Staat dank kräftiger Konjunktur

Tui-Ärger: Gericht verhandelt Verfahren nach Tuifly-Flugausfällen

Hannover - Frust und Flugstreichungen statt Urlaubsvergnügen: Für Tausende Fluggäste wurde dieser Alptraum im vergangenen Herbst Realität. Grund war …
Tui-Ärger: Gericht verhandelt Verfahren nach Tuifly-Flugausfällen

Kommentare