Wirtschaft und Lebensqualität

Bundesländer im Vergleich - Bayern vorn

München - Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Einwohnerentwicklung. Eine Studie hat die Bundesländer in knapp 100 Punkten verglichen. Ergebnis: Bayern liegt vorn, im Mittelfeld gab es eine Überraschung.

Bayern hat bei einem Ländervergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Platz eins belegt. Kein anderes Land habe eine so gute wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und soziale Ausgewogenheit, erklärte der INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr am Freitag in Berlin. Der Freistaat sei beachtlich durch die Konjunkturkrise gekommen. Bayern habe zwischen 2008 und 2011 den stärksten Anstieg des Bruttosozialprodukts erreicht und die niedrigste Arbeitslosigkeit.

„Eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent entspricht de facto Vollbeschäftigung“, sagte Pellengahr. Auch bei der Inneren Sicherheit stehe Bayern am besten da. Schwächen seien dagegen fehlende Kita-Plätze und hohe Löhne, heißt es in der Studie des Kölner Instituts IW Consult im Auftrag der arbeitgeberfinanzierten INSM und der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“.

Zum Dynamiksieger wurde Brandenburg gekürt. Kein anderes Bundesland habe sich 2008 bis 2011 besser entwickelt. Eine Überraschung habe es im Mittelfeld gegeben, sagte Henning Krumrey, stellvertretender Chefredakteur der „WirtschaftsWoche“: „Die niveaustärksten Ost-Bundesländer Sachsen und Thüringen haben sich erstmals in der Geschichte des Bundesländerrankings vor ein West-Bundesland geschoben: Bremen. Beide Länder punkten vor allem mit einem starken Arbeitsmarkt.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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