Chemie-Gewerkschaft beschließt 5-Prozent-Ziel für nahe Tarifrunde

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Neben der Geldforderung will die Gewerkschaft IG BCE den Tarifvertrag "Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg" weiterentwickeln. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild

Hannover (dpa) - Die Gewerkschaft IG BCE zieht wie erwartet mit der Forderung nach 5 Prozent mehr Geld in die nahende Chemie-Tarifrunde.

Diese bekannte Empfehlung zu der Ende Mai startenden Verhandlung für die bundesweit 550 000 Mitarbeiter in der Schlüsselindustrie zurrte die große Tarifkommission der Gewerkschaft einstimmig fest. Das teilte die IG BCE in Hannover mit. Neben der Geldforderung will die Gewerkschaft den Tarifvertrag "Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg" weiterentwickeln.

Vor einem Jahr hatte die IG BCE 2,8 Prozent mehr Geld erstritten und zusätzlich Zahlungen etwa für Altersvorsorge oder die Alterszeitzeit durchgesetzt. Diesmal deuten die Zeichen vor allem auf ein Plus für die Lohnzettel in der Branche, zu der Größen wie Henkel, Continental, BASF oder Bayer zählen.

"Im Wesentlichen werden wir uns konzentrieren auf die Tariferhöhung. Das ist der Kern", hatte IG-BCE-Vorstand Peter Hausmann im April gesagt. Zur Ausbildung sagte er: "Die Branche muss da viel tun, um attraktiv zu bleiben. Das gilt auch für das Entgeltniveau." Knapp die Hälfte der Azubis werde schon unbefristet übernommen. Das sei gut, "zufrieden sind wir aber noch lange nicht".

Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) hatte im April erklärt, wenig Spielraum zu sehen. "Die wirtschaftliche Lage unserer Branche lässt keine großen Sprünge zu", meinte Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller. "Wir erwarten kaum mehr als Stagnation."

Die Tarifverhandlungen beginnen regional am 30. Mai in Hessen. Auf Bundesebene kommen die Tarifpartner am 14. Juni in Hannover zusammen.

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