Geschäfte laufen schleppend

Coca-Cola stellt sich auf Umbruch ein

+
Coca-Cola kämpft mit sinkender Beliebtheit in Nordamerika und Europa.

Atlanta - Bei Coca-Cola laufen die Geschäfte schleppend. Der US-Getränkeriese kann auf seinem Sparkurs aber erste Erfolge verbuchen, wie der vierteljährliche Finanzbericht zeigte.

Zwar sackte der Gewinn im vierten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 770 Millionen US-Dollar (rund 683 Millionen Euro) ab. Doch bereinigt um Kosten etwa für den Konzernumbau lag er über den Erwartungen von Experten. Der Umsatz sank nur leicht auf 10,9 Milliarden Dollar.

Weil das Unternehmen außerdem einen zwei bis drei Milliarden Dollar umfassenden Aktienrückkauf ankündigte, legten die Papiere im New Yorker Handel um mehr als drei Prozent zu.

Konzernchef Muhtar Kent will die jährlichen Kosten bis 2019 um drei Milliarden Dollar kappen. Das Unternehmen hat begonnen, weltweit 1600 Jobs abzubauen.

Coca-Cola kämpft mit sinkender Beliebtheit der zuckerlastigen Softdrinks in Nordamerika und Europa. Zuletzt kamen ungünstige Wechselkursentwicklungen erschwerend hinzu. Das US-Unternehmen macht einen großen Teil seines Gewinns im Ausland, deshalb belastet auch der starke Dollar die Bilanz.

"Wir sehen 2015 als ein Jahr des Übergangs", sagte Coca-Cola-Chef Kent. Der Konzern will nicht nur mit Sparmaßnahmen, sondern auch mit Änderungen der Produktpalette auf den Wachstumpfad zurückkommen. Im August stieg der Getränkemulti deshalb beispielsweise in das lukrative Geschäft mit Energy Drinks ein und beteiligte sich beim kalifornischen Spezialisten Monster Beverages.

Im Gesamtjahr 2014 ging der Umsatz bei Coca-Cola um zwei Prozent zurück. Auch in Deutschland liefen die Geschäfte nicht rund. In diesem Jahr soll der Absatz hierzulande durch Investitionen in neue Produkte, Marketing- und Verkaufsförderprogramme angekurbelt werden. Dabei setzt der Konzern zum Beispiel auf die Einführung der mit Stevia-Extrakt gesüßten Coca-Cola Life und die Bio-Limonade Vio.

Coca-Cola-Mitteilung

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Selbstanzeige: Geht Daimler im Kartell-Streit straffrei aus?
Selbstanzeige: Geht Daimler im Kartell-Streit straffrei aus?
Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer: Das ist bislang bekannt
Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer: Das ist bislang bekannt
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück

Kommentare