Auswirkungen der Pandemie Sars-CoV-2

Coronavirus: Milliarden-Hilfe der Bundesregierung - Hunderttausende Anträge binnen weniger Tage

Wie geht die deutsche Wirtschaft mit den Auswirkungen der Corona-Krise um? Die Bundesregierung spannt einen Rettungsschirm. Doch kommt die Hilfe schnell genug bei den kriselnden Firmen an?

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Update um 13.02 Uhr: Neben dem milliardenschweren Hilfspaket der Bundesregierung für Unternehmer und Selbstständige ist auch das Kurzarbeitergeld eine Maßnahme, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Deutschland abzufedern. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hält sich für finanziell ausreichend gewappnet, um den Ansturm beim Kurzarbeitergeld zu bewältigen.  Wie das Kurzarbeitergeld funktioniert, erfahren Sie bei Merkur.de*.

Aktuell steigt die Nachfrage nach Atemschutzmasken weltweit enorm. Zunehmend sollen US-Einkäufer versuchen europäische Angebote für Masken zu überbieten.

Coronavirus trifft Wirtschaft: Regierung rechnet mit 2,15 Millionen Kurzarbeitern

Der BA-Vorstandsvorsitzende Detlef Scheele teilte der Deutschen Presse-Agentur jedoch mit, dass absehbar sei, dass die Zahl der Kurzarbeiter weit höher ausfallen werde als während der großen Finanzkrise der Jahre 2008/2009. Damals waren zweitweise 1,44 Millionen Menschen in Deutschland auf Kurzarbeit angewiesen. Vor einigen Tagen legte die Bundesregierung nun eine Schätzung für die aktuelle Corona-Krise vor, laut der mit 2,15 Millionen Kurzarbeitern gerechnet wird. 

Ob diese Schätzung richtig sei, könne derzeit niemand sagen, betonte Scheele. „Wir gehen davon aus, dass es deutlich mehr werden als zur Finanzkrise“, sagte er. Mehr als 76.000 Anzeigen für Kurzarbeit waren allein in der vergangenen Woche von Betrieben bei der Bundesagentur für Arbeit eingegangen. 

Coronavirus trifft Wirtschaft: Einige Handelsketten stehen bei Politikern in der Kritik

Derweil rief die Ankündigung großer Handelsketten, wegen der Ladenschließungen in der Corona-Krise ihre Mietzahlungen einzustellen, empörte Reaktionen hervor. Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft (ZIA) nannte das Vorgehen „rechtlich und moralisch bedenklich“. Auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) übten scharfe Kritik am Vorgehen der Unternehmen. „Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel“, erklärte Lambrecht dazu in Berlin. 

Scheuer äußerte sich konkret „sehr enttäuscht“ über den Sportartikelhersteller Adidas. Die Ankündigung des Unternehmens, die Mietzahlungen vorerst einzustellen, sei „eine völlig inakzeptable Botschaft“, sagter er gegenüber der Bild-Zeitung. Weiter betonte er, dass Adidas große Gewinne gemacht habe. „Es sind ja nicht nur die großen Immobilieneinrichtungen, sondern auch kleine, die als Privatpersonen an Adidas vermieten - und die bleiben dann auf ihren Kosten sitzen.“

Update vom 28. März 2020, 10.10 Uhr: Innerhalb von wenigen Tagen sind mindestens 360.000 Anträge von Selbstständigen und Kleinunternehmen für die von der Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Hilfen wegen der Corona-Krise eingegangen. Vor allem Firmen aus Bayern hätten bislang Anträge auf Soforthilfe eingereicht, berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich dabei auf eine Umfrage unter Bundesländern. 

Coronavirus trifft Wirtschaft: Hilfspaket der Bundesregierung stark nachgefragt

Bereits 138,5 Millionen Euro seien zur Zahlung angewiesen worden. Der Freistaat Bayern habe über seine Landeshilfen bereits gut 115 Millionen Euro an kleine Unternehmer überwiesen. Sie müssen diese finanzielle Unterstützung nicht zurückzahlen. In Brandenburg wurden 2,5 Millionen Euro bewilligt, in Berlin gingen Anträge in Höhe von 20 Millionen Euro ein. Niedersachsen habe am Freitag eine Million Euro ausgezahlt. 

Corona und Klopapier: Rewe-Kunde hält Anblick fest, den es eigentlich doppelt nicht geben kann

Update vom 27. März 2020, 10.15 Uhr: Banken und Sparkassen werden geradezu überrannt von Anfragen nach KfW-Hilfskrediten. Die Zeit drängt: Kleine Betriebe bangen um ihre Existenz, ganze Branchen trifft die Corona-Krise hart. Bis Mittwochabend lagen der KfW 195 Anträge über insgesamt 4,8 Milliarden Euro vor. „Wir erhalten Kreditanträge über alle Größenklassen verteilt, der Schwerpunkt liegt jedoch bei kleinvolumigeren Kreditanträgen bis eine Million Euro“, sagte eine Sprecherin der staatlichen Förderbank in Frankfurt.

Die Kreditwirtschaft ist bemüht, die Flut der Anträge schnellstmöglich abzuarbeiten - allerdings betonen Banken und Sparkassen auch, Kreditanträge würden weiterhin sorgfältig geprüft.

Linnemann: Wirtschaft soll selbst Vorschläge zu Umgang mit Corona-Krise machen

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann hat die Unternehmen aufgefordert, selbst Vorschläge zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise zu machen. So sollten sich Handel und Gastronomie dazu äußern, "wie kann man auf längere Sicht den Handel wieder öffnen, die Gastronomie offen machen, aber gleichzeitig vernünftig, umsichtig, adäquat mit diesem Virus umgehen", sagte Linnemann am Freitag den Sendern RTL und n-tv.

Der Handel wisse nach seiner Auffassung selber, wo er Desinfektionsmittel brauche, ob er in jedem Laden einen Spender brauche und wie viele Personen in einen Laden gehen könnten, sagte Linnemann dazu weiter. Das "sind doch Profis", fügte er hinzu. Daher habe er Unternehmer, die er kenne, angeschrieben und sie um Stellungnahmen gebeten.

"Wir können uns einen Zustand wie jetzt über zwei, drei, vier Monate nicht leisten, das weiß jeder", warnte der CDU-Politiker vor zu langen Einschränkungen für die Wirtschaft. Zwar sei auch er der Ansicht, "dass wir uns jetzt strikt an die Vorgaben halten müssen, damit wir diesen Virus eindämmen". Gleichzeitig sei es aber wichtig, sich jetzt Gedanken zu machen, "wie gehen wir in der Zeit nach Ostern mit diesem Land um".

Coronavirus trifft Wirtschaft: Adidas will Miete für Sport-Läden aussetzen

Update vom 26. März 2020, 17.10 Uhr: Die Coronakrise trifft nicht zuletzt den Einzelhandel heftig. Ausgerechnet der Weltkonzern Adidas reagiert nun mit einer unorthodoxen bis gewagten Maßnahme: Wie die Bild erfahren hat, will der Sportartikelhersteller ab April keine Miete mehr für seine Läden zahlen.

„Es ist richtig, dass Adidas, wie viele andere Unternehmen auch, vorsorglich Mietzahlungen temporär aussetzt, wo unsere Läden geschlossen sind. Wir sind dazu mit den betreffenden Vermietern in engem Austausch“, teilte eine Unternehmenssprecherin dem Blatt mit. 

Adidas und Puma hatten schon vor rund zwei Wochen vor erheblichen Beeinträchtigungen ihres Geschäfts durch die Ausbreitung des Coronavirus gewarnt, zunächst besonders in China. Der zwischenzeitliche Stillstand und die Ausbreitung des Virus würden die Jahresergebnisse drücken - inwieweit genau, sei noch unklar, hieß es damals.

Update vom 26. März 2020, 17.00 Uhr: Längst haben die Debatten über ein Ende der wirtschaftlich problematischen Coronavirus-bedingten Einschränkungen die Politik erreicht. Heftig gestritten wird unter anderem über einen Vorstoß des Grünen-Politikers Boris Palmer

Die G20-Staaten und die europäischen Staaten stimmten sich in einem Gipfel zur Coronakrise ab. Angela Merkel informiert in einem Video-Statement über die Ergebnisse.

Wirtschaftkrise wegen Corona: Deutsche Bahn rechnet mit Fahrgast-Rückgang

Update vom 26. März 2020, 14.37 Uhr: Die Deutsche Bahn rechnet 2020 erstmals seit Jahren mit weniger Fahrgästen. Nach einem weiteren Rekord im vergangenen Jahr dürften die Zahlen nun wegen der Coronavirus-Krise im Nah- und Fernverkehr sinken, wie es im Geschäftsbericht heißt, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Umsatz wird demnach voraussichtlich sinken, das operative Ergebnis deutlich rückläufig sein. Konzernchef Richard Lutz versicherte aber, man habe die finanzielle Stabilität der Bahn fest im Blick.

Im vergangenen Jahr waren in die Fernzüge so viele Fahrgäste gestiegen wie nie zuvor, es war das fünfte Wachstumsjahr in Folge. 150,7 Millionen Kundenfahrten entsprachen einem Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In diesem Jahr dürfte die Zahl demnach aber wieder sinken. Grund dafür ist die Coronakrise. Seit diesem Monat fahren deutlich weniger Menschen Bahn als üblich, das Angebot wurde um rund ein Viertel gestutzt. Das ändere aber nichts an der langfristigen Strategie der Bahn, das Angebot deutlich auszubauen, hieß es.

Update vom 26. März 2020, 13.20 Uhr: Die wirtschaftlichen Verwerfungen der Corona-Krise könnten zumindest vereinzelt auch positive Auswirkungen haben: Experten erwarten ein Ende des Booms bei Immobilien-Kauf- und -Mietpreisen.

Update vom 26. März 2020, 12.20 Uhr: Die Corona-Krise wird die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) massiv belasten. Sollten die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus noch bis Ende Juni andauern, könnte die deutsche Wirtschaftsleistung um zehn Prozent geringer ausfallen im Vergleich zu einem normalen Jahresverlauf, sagte der Direktor des arbeitgebernahen Instituts, Michael Hüther, am Donnerstag. Besonders stark wäre in diesem Fall die Industrie betroffen, wo mit einem Einbruch von 18 Prozent zu rechnen wäre.

Sollte die Corona-Krise aber „glimpflich“ verlaufen mit einem Ende der Aufhebung der aktuellen Maßnahmen bis Ende April, dann dürfte die Wirtschaftsleistung um rund fünf Prozent geringer ausfallen als ohne die Corona-Krise. Allerdings dürfte es auch in diesem Fall noch einige Wochen dauern, bis gestörte Lieferketten wieder funktionieren. Wie und wann die aktuellen Einschränkungen zu beenden sind, darüber wird im Land derzeit heftig debattiert.

Coronavirus-Krise und die wirtschaftlichen Folgen: Daimler beantragt jetzt Kurzarbeit

Update vom 26. März 2020, 11.42 Uhr: Autobauer Daimler beantragt wegen der massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Kurzarbeit. Sie solle zunächst vom 6. bis zum 17. April gelten und einen Großteil der Produktion von Autos, Vans und Nutzfahrzeugen sowie ausgewählte Verwaltungsbereiche betreffen, teilte Daimler am Donnerstag mit. Dringend benötigte Bereiche sowie die Arbeit an wichtigen Zukunftsprojekten blieben davon ausgenommen. 

Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 170.000 Menschen. Wie viele davon in Kurzarbeit gehen, ist nicht bekannt. Man reagiere damit auf die weitreichenden Auswirkungen des Coronavirus und daraus resultierende zunehmend schwierige wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen.

Ein Großteil der Produktion bei Daimler steht derzeit schon still, die Mitarbeiter bauen aktuell Urlaub und ihre Arbeitszeitkonten ab. Die Kurzarbeit beginnt dann im Anschluss an diese zunächst auf zwei Wochen festgelegte erste Phase. Wie genau sie an den Standorten umgesetzt wird, solle jeweils einzeln mit dem Betriebsrat geregelt werden.

Klopapier-Mangel wegen Corona: dm erklärt die Lage - und klagt über üble Anfeindungen

Update vom 26. März 2020, 11.28 Uhr: Der Chef der Drogeriemarktkette dm, Christoph Werner, macht Hoffnung auf ein baldiges Ende des Toilettenpapiermangels in den Regalen. Er sei sicher, dass das Phänomen nur kurzzeitig auftrete, sagte er dem Handelsblatt. In Gaststätten und Hotels werde derzeit nichts verbraucht. „Die Produktion muss also nur umgeleitet werden, der Nachschub ist gesichert.“

Beim Drogeriemarkt dm in Stuttgart gab es noch Klopapier - zumindest zum Zeitpunkt dieser Aufnahme.

Warten heißt es derzeit auch für dm-Online-Kunden. „Wegen der enormen Nachfrage ist die Lieferzeit kurzzeitig von zwei bis drei Werktagen auf neun bis zwölf Werktage hochgeschnellt“, sagte Werner. „Das bekommen wir in den Griff, wir sind bald wieder bei zwei Tagen.“ Einen Testlauf zur Abholung bestellter Waren in der Filiale habe man ausgesetzt, „weil die Mengen in den Märkten explodierten“. dm arbeite aber daran, diese Möglichkeit des Einkaufens bundesweit anzubieten.

Mit Blick auf Hamsterkäufe und leere Regale beklagte Werner zum Teil massive Anfeindungen gegen Mitarbeiter in den etwa 2000 dm-Filialen. „Auch ich habe bitterböse Briefe erhalten: Zum Beispiel, wie sich unsere Mitarbeiter erdreisten könnten zu reglementieren, wie viel Toilettenpapier man kaufen dürfe.“

Coronavirus: „Punktuell leere Supermarkt-Regale“ - Scheuer beruhigt Deutsche

Update vom 26. März 2020, 10.10 Uhr: Die Bundesregierung ist laut Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bemüht, eine "stabile Grundversorgung aufrechtzuerhalten". Das sei "unser gemeinsames Ziel", sagte Scheuer der Passauer Neuen Presse vom Donnerstag. Er versuche, in enger Abstimmung mit Lebensmittelhandel, Logistikern, Bauwirtschaft und Bahn, große Ausfälle im Zuge der Corona-Krise zu verhindern. Sein Ministerium sei "in engster Abstimmung mit allen Beteiligten und Akteuren".

Coronavirus · Supermarkt in Leipzig

"Bei einzelnen Warengruppen kann es im Moment punktuell zu leeren Supermarkt-Regalen kommen", räumte Scheuer ein. Ihm sei aber versichert worden, dass die Versorgung insgesamt stabil sei, sagte der Minister mit Verweis auf Telefonkonferenzen mit den Lebensmittel- und Drogeriehändlern.

Allerdings sieht Scheuer auch Probleme, die nur mit Kooperation über die Grenzen hinweg gelöst werden können: Wenn etwa ein Lagerist aus Tschechien komme und dort in häuslicher Quarantäne sei, fehle er im Logistikzentrum. "Das müssen wir gemeinsam mit den Firmen und im Austausch mit den europäischen Nachbarn lösen", sagte Scheuer der Zeitung. Der Minister wird zusammen mit Agrar-Ressortchefin Julia Klöckner am Mittag eine Pressekonferenz geben.

Coronavirus: Amazon schafft während Krise hunderte neue Logistik-Jobs in Deutschland

Update vom 26. März 2020, 8.42 Uhr:  Amazon braucht in der Coronavirus-Krise mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter in Deutschland. Um der Nachfrage der Menschen gerecht zu werden, seien 350 zusätzliche Voll- und Teilzeitstellen in der Logistik geplant, bestätigte ein Amazon-Sprecher am Donnerstag. Die 350 neuen Stellen würden bundesweit geschaffen und die Zahl lasse sich nicht auf einzelne Standorte runterbrechen. Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ über den Stellenaufbau berichtet.

In den USA hatte Amazon vor zehn Tagen die Schaffung von 100.000 Vollzeit- und Teilzeitstellen in Logistikzentren und dem Zusteller-Netzwerk angekündigt. Zudem wurde der Stundenlohn bis Ende April in den USA um zwei US-Dollar und in Euro-Ländern um zwei Euro angehoben. In Deutschland liegt er bei mindestens 11,10 Euro brutto. Für diese Lohnerhöhung veranschlagte Amazon damals 350 Millionen Dollar weltweit.

Seit dieser Woche werden in Deutschland wichtige Waren des täglichen Bedarfs nicht nur im Wareneingang der Amazon-Logistikzentren, sondern auch beim Versand an die Kunden priorisiert, wie ein Sprecher der „Mitteldeutschen Zeitung“ sagte. In Frankreich und Italien unterdessen nimmt Amazon gar keine Bestellungen mehr für einige Artikel an, die nicht für das tägliche Leben wichtig sind. Das hänge auch damit zusammen, dass die Mitarbeiter in den Verteilzentren mehr Abstand voneinander hielten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, hieß es am Wochenende.

Corona: Mittelstand fürchtet Massensterben von Unternehmen

Update vom 26. März 2020, 7.00 Uhr: Trotz der Hilfspakete der Bundesregierung wegen der Corona-Krise warnt der Mittelstandsverbund vor einem Massensterben seiner Mitgliedsunternehmen. Die Lage sei "dramatisch", sagte der Präsident des Mittelstandsverbundes, Eckhard Schwarzer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). Möbelhändler, Textil- und Modeverkäufer, Schuhgeschäfte, Bau- und Gartenmärkte sowie viele andere fürchteten um ihre Existenz. Dem Verband gehören 230.000 mittelständische Unternehmen aus Handel und kooperierenden Branchen an.

"All diese Mittelständler nehmen von heute auf morgen keine einzigen Euro mehr ein. So etwas gab es noch nie", sagte Schwarzer. Die Hilfspakete der Bundesregierung kämen für viele Firmen möglicherweise nicht mehr rechtzeitig. Viele Mittelständler seien jetzt schon in akuter Finanznot.

"Die halten nicht mehr lange durch, und wir reden da über Tage, nicht über Wochen", warnte der Verbandspräsident. Bis die Hilfe der Regierung angelaufen und vor allem ausgezahlt sei, könne es für viele Unternehmen schon zu spät sein.

Schwarzer betonte, dass dem Handel schon jetzt massiver Schaden entstanden sei, vor allem jenen Händlern, deren Geschäft saisonabhängig ist. Gartenmärkte etwa hätten bereits jetzt ihre Ware für den Frühling bekommen und größtenteils auch schon bezahlt. Modegeschäfte würden gerade mit der Sommer-Kollektion beliefert. "Wenn das Geschäft im Sommer wieder losgeht, können die Händler keine Frühlingsblumen mehr verkaufen. Und auch das Geschäft mit der Bademode ist dann eigentlich vorbei. Diese Waren sind schon jetzt praktisch wertlos, sagte der Verbandspräsident.

Coronavirus-Krise: Flugpassagiere aus Nicht-EU-Staaten sollen zwei Wochen in Quarantäne

Update vom 25. März 2020, 21.16 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie gibt es innerhalb der Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Bestrebungen für

schärfere Auflagen für den Luftverkehr. Passagiere aus Drittstaaten außerhalb der EU sollten demnach bei der Ankunft an einem der internationalen Flughäfen in Deutschland umgehend in eine 14-tägige Quarantäne gehen, berichtet die Funke-Mediengruppe in ihren Donnerstagsausgaben. Eine Entscheidung über diese mögliche Maßnahme werde für Donnerstag erwartet.

Bisher müssen den Angaben zufolge Ankommende aus sogenannten Krisenstaaten - Ägypten, Südkorea, Iran, Italien, Frankreich, Spanien und die USA - nur "Aussteigerkarten" mit ihren Zielorten ausfüllen. Diese länderspezifische Differenzierung sei aber angesichts der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus nicht sinnvoll. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) beauftragte laut Funke-Mediengruppe deshalb am Dienstag die Ministerien für Inneres und Gesundheit mit einer "einheitlichen Regelung" innerhalb von 48 Stunden - also bis Donnerstag.

Die Verhängung von Quarantäne liegt allerdings in der alleinigen Zuständigkeit der Länder, letztlich der Gesundheitsämter vor Ort. Das Bundesgesundheitsministerium müsste deshalb mit den Ländern eine Einigung über bundesweit einheitliche Quarantäne-Auflagen erzielen.

Coronavirus: Bahn gibt Zwischenbilanz zum Angebot - und kontert Gewerkschaft

Update vom 25. März 18.33 Uhr: Die Deutsche Bahn hat ihr Angebot reduziert, um Beschäftigte und die Flotte zu schonen. Derzeit fahren noch 75 bis 80 Prozent der Züge, wie der bundeseigene Konzern am Mittwoch mitteilte. Die Bahn reagierte damit auf Kritik der Lokführergewerkschaft GDL. Deren Vorsitzender Claus Weselsky hatte gefordert, die Kapazitäten angesichts der niedrigen Auslastung auf 50 Prozent runterzufahren. „Wir müssen nicht auf Teufel komm raus heiße Luft transportieren“, sagte er.

Derzeit bedient die Bahn nach eigenen Angaben den Großteil des Angebots.

Aus Weselskys Sicht hat die Bahn zu lange an einem Angebot von 100 Prozent festgehalten. Das könne auch für die Werkstätten zu einer Herausforderung werden, wenn die Krise es schwieriger mache, Ersatzteile zu bekommen, sagte er. Die Fahrgastzahlen seien deutlich gesunken. Deshalb müsse die Bahn jetzt Personalreserven bilden, um auch in den nächsten Wochen ein verlässliches Grundangebot aufrecht erhalten zu können.

„Entgegen den Behauptungen von Herrn Weselsky hat die DB also schon Schritt für Schritt ihr Angebot zurückgefahren, um gerade auch schonend mit dem Personal umzugehen“, entgegnete der Konzern am Mittwoch. „Fakt ist, dass die DB überall in Deutschland mit einem stabilen Angebot - übrigens anders als andere - die Mobilität sichert“, hieß es weiter. Auch in schweren Zeiten könnten so Ärzte, Krankenpfleger, Polizisten und andere Helfer zur Arbeit kommen. „Die DB transportiert also keine „heiße Luft“, sondern kommt ihrem Auftrag zur Sicherung der kritischen Infrastruktur nach“, hieß es.

Coronavirus-Krise: Kulturlandschaft wird Schaden nehmen, „ wenn nicht ...“

Update vom 25. März 2020, 17.01: Kleine und mittelgroße Veranstalter von Konzerten und Kulturevents sind nach Worten von Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg aufgrund der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Sollte es eine bislang geplante aufschiebende Regelung für die Ticketerstattung nicht geben, dann werde die Kulturlandschaft in Deutschland umfassend und dauerhaft Schaden nehmen. „Dann gehen mehr als die Hälfte der deutschen Veranstalter in den Konkurs“, warnte Schulenberg, der Europas führendes Ticket- und Live-Entertainment- Unternehmen leitet, der Deutschen Presse-Agentur. Allein bei Eventim seien inzwischen 55.000 Veranstaltungen verschoben worden.

An den Bundestag appellierte er, das Moratorium zu verankern, das noch bis vorigen Freitag im Gesetzentwurf zur Abmilderung der Corona-Folgen gestanden habe. In einem jüngeren Entwurf sei es nicht mehr enthalten.

Es müsse aber möglich sein, bis 30. September die Rückzahlung von Tickets zu strecken oder abgesagte Veranstaltungen im Herbst nachzuholen. Diesen „absolut steuerkostenneutralen Vorschlag“ habe man der Bundesregierung zur Entspannung der Lage unterbreitet. Er sei zumutbar und würde helfen, sonst unvermeidbare Insolvenzen zu verhindern, so Schulenberg. „Es geht um die kleinen und mittelgroßen Veranstalter, nicht um Eventim. Als Eventim sind wir stark genug.“

Update vom 25. März 2020, 7.55 Uhr: Wegen der Corona-Krise will der deutsche Bundestag am heutigen Mittwoch eine Ausnahmeregelung für die Schuldenbremse in Kraft setzen und mehrere Hilfsprogramme verabschieden. Die Abgeordneten sollen es dem Bund ermöglichen, neue Kredite in Höhe von rund 156 Milliarden Euro aufzunehmen, um die Unterstützungsleistungen in der Corona-Krise finanzieren zu können. Dazu liegt ihnen eine Vorlage der Bundesregierung zu einem Nachtragshaushalt vor. 

Im Eilverfahren wollen die Parlamentarier weitere Gesetzesvorhaben zur Abfederung der Corona-Folgen beraten und beschließen - unter anderem einen Schutzschirm für Unternehmen sowie Hilfen für Selbstständige und Kleinunternehmer. Zudem gehen weitere Hilfen an Krankenhäuser, Mieter, Hartz-IV-Anwärter und sozial schwache Familien mit Kindern. Die Vorlagen will der Bundesrat noch in dieser Woche billigen. Neben dem heutigen Mittwoch ist auch für Freitag eine Sitzung dazu vorgesehen.

Update vom 24. März 2020, 16.16 Uhr: Arbeitgeber in Deutschland, die wegen der Corona-Krise in eine Finanz-Notlage geraden, müssen zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Stattdessen könnten sie bis Mai 2020 gestundet werden, wie die dpa aus Kreisen der Sozialversicherungsträger erfuhr.

Corona-Krise: Privatwirtschaft vor dem Kollaps? Maredo Stekahouse-Kette meldet Insolvenz an

Update vom 24. März 2020, 13.17 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat für knapp 250.000 Euro Aktien seines Unternehmens gekauft. Im Schnitt zahlte der Vorstandschef am vergangenen Freitag 9,53 Euro pro Anteil, wie aus einer nun veröffentlichten Pflichtmitteilung an die Börse weiter hervorgeht.

Spohr ist nach dem im vergangenen Jahr geänderten Vergütungssystem des Dax-Konzerns zum Kauf verpflichtet. Danach müssen die Vorstände jährlich 15 Prozent ihrer variablen Brutto-Vergütung in Unternehmensanteile anlegen, bis sie eine bestimmte Schwelle erreicht haben. Dies soll ihren Einsatz für den langfristigen Unternehmenserfolg verstärken.

Update vom 24. März 2020, 12.39 Uhr: Für wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen können die Umsatzverluste in der Corona-Krise das Aus bedeuten. Bereits wenige Tage nach der weitgehenden Schließung der Gastronomien hatte die Pasta-Kette Vapiano Insolvenz angemeldet. Nun folgt die Maredo-Gruppe mit ihrer Steak-Restaurantkette. 

Man habe Ende der vorangegangenen Woche „vorsorglich“ den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. „Letztlich Auslöser waren die massiven Auswirkungen der Coronakrise, die zuerst zu einem gravierenden Umsatzeinbruch und dann zur Schließung aller Restaurants geführt haben“, teilte das Unternehmen am späten Nachmittag mit. Das berichtet das Handelsblatt.

Corona-Krise: Privatwirtschaft kurz vor dem Kollaps?

Update vom 24. März, 11.47 Uhr: Die Wirtschaft wird in der Corona-Krise „beispiellos“ belastet, heißt es in einer Analyse der IHS Markit. Von einem bisher ungesehenen Kollaps der Privatwirtschaft in der Eurozone ist die Rede. 

Der Sammelindex des Analyseinstituts für die Euro-Länder sank einer vorläufigen Schätzung vom Dienstag zufolge von 51,6 Zählern im Februar auf 31,4 im März. Das sei „der größte monatliche Einbruch der wirtschaftlichen Tätigkeit“ seit der ersten Erfassung vergleichbarer Daten der Länder im Juli 1998.

Der Dienstleistungssektor ist demnach besonders betroffen, insbesondere die Bereiche Reisen, Tourismus und Gastronomie. „Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete eine weniger starke, aber dennoch steil negative Entwicklung der Produktion“, erklärte IHS Markit.

Wirtschafstminister Peter Altmaier (CDU) kündigt in der Bundespressekonferenz an, die ersten Hilfen noch im Laufe der Woche an kleinere Unternehmen auszahlen zu wollen.  

Corona-Krise erschüttert zahlreiche Unternehmen: Bundeskabinett beschließt Hilfsmaßnahmen

Update vom 23. März, 10.15 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie unterbricht auch der Triebwerkshersteller

MTU Aero Engines einen Großteil seines Betriebs in Deutschland und Europa. Zunächst wird die Arbeit in München und im polnischen Rzeszow "koordiniert heruntergefahren" und ab dem 30. März für voraussichtlich drei Wochen ausgesetzt, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Eine Woche später sollen demnach die Werke in Hannover und Ludwigsfelde "weitgehend" stillgelegt werden.

"Damit trägt das Unternehmen den beginnenden Unterbrechungen in der Materialversorgung Rechnung", erklärte MTU. Dort, wo der Betrieb aufrecht erhalten werden müsse, würden die Mitarbeiter entsprechend vor der Gefahr einer Infizierung geschützt. Die Unternehmensführung behält sich nach eigenen Angaben weitere Maßnahmen vor, "um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu begrenzen und die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern".

Auch der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist Leonie rechnet aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit Belastungen für Umsatz, Ergebnis und Liquidität. Allerdings sei die Höhe der Belastungen derzeit noch nicht vorhersehbar, teilte das SDax-Unternehmen in der Nürnberger Hauptzentrale mit. Vor dem Hintergrund der Probleme durch die Corona-Krise hat das Management ein Maßnahmenpaket geschnürt, mit dem es den Fortbestand des Geschäftsbetriebs sichern will. Neben vorübergehenden Werksschließungen in Europa, Nordafrika und Amerika gehörten auch die Einführung von Kurzarbeit in Deutschland sowie vergleichbare Maßnahmen an weiteren europäischen Standorten dazu, hieß es.

Corona-Krise erschüttert Wirtschaft: Bundeskabinett beschließt Hilfsmaßnahmen 

Berlin - Am kommenden Montagvormittag will das Bundeskabinett in einer Sondersitzung ausgiebige Hilfsmaßnahmen auf den Weg bringen. Damit sollen Bürger wie auch Unternehmen vor den Folgen der Corona-Krise finanziell geschützt werden.

Durch einen Nachtragshaushalt wird dem Bund ermöglicht, in diesem Jahr mehr als 150 Milliarden Euro neue Schulden aufzunehmen. Unternehmen sowie Selbstständige, die stark von der Krise betroffen sind, sollen unter einen Schutzschirm gestellt werden. Ein „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ soll für dieses Ziel mit 400 Milliarden Euro ausgestattet werden, zusätzliche 200 Milliarden Euro sollen für direkte Beteiligungen und Kredite angeboten werden.

Corona trifft Wirtschaft: Arbeitsministerium rechnet mit 1,2 Mio. Hartz IV-Empfängern

Außerdem sollen Bedingungen für den Bezug von Hartz IV gelockert werden. Das Bundesarbeitsministerium rechnet durch die Krise mit bis zu 1,2 Millionen neuen Arbeitslosengeld-Beziehern. Zudem sollen Mieter vor dem Verlust ihrer Wohnung geschützt werden, sollten sie aufgrund der Krise mehr als zwei Monate mit der Miete in Rückstand geraten. 

Familien mit kleinem Einkommen sollen leichter den Kinderzuschlag erhalten. Die stark belasteten Krankenhäuser sollen auch stärker finanziell unterstützt werden. Iin den kommenden Tagen werden die Vorlagen wohl im Eiltempo von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden.

Update vom 22. März, 15.28 Uhr: Die EU-Kommission hat von der Bundesregierung wegen der Corona-Krise aufgelegte Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft bewilligt. Brüssel hat zwei Beihilferegelungen genehmigt, mit denen Deutschland betroffene Unternehmen mir Darlehen unterstützen will. Die Maßnahmen sollen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) umgesetzt werden. 

Corona trifft Wirtschaft: Merkel-Regierung soll mehr als halbe Billion Euro an Hilfen planen

Update vom 22. März: Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen. Demnach soll die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie die dpa aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr. Ein Experte spricht von der Corona-Krise indes als dem "größten Wirtschafts-Schock des 21. Jahrhunderts".

Corona-Krise: Bundesregierung mit Firmen-Rettungspaket von 600 Milliarden Euro 

Update vom 21. März:Hilfen im dreistelligen Miliardenbereich - das soll die Bundesregierung für durch die Corona-Krise angeschlagene Unternehmen planen. Ein Gesetzentwurf zur Errichtung eines „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ (WSF) sieht vor, 600 Milliarden Euro bereitzustellen. Das berichtet das Handelsblatt. Der Entwurf solle am Montag vom Bundeskabinett verabschiedet werden.

Der Großteil des Geldes ist demnach für Staatsgarantien bis zur Höhe von 400 Milliarden Euro für die Verbindlichkeiten von Unternehmen vorgesehen. Deren Laufzeit dürfe dabei 60 Monate nicht übersteigen. Beide Zahlen sind dem Handelsblatt zufolge aber noch keine endgültigen Werte. Hier könnte es bis zum Kabinettsbeschluss noch Änderungen geben.

Bereits fest stehe dagegen der Wert von 100 Milliarden Euro für direkte Unternehmensbeteiligungen. Weitere 100 Milliarden Euro solle der WSF der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an Krediten bereitstellen. Die KfW soll Unternehmen Liquiditätshilfen im Fall von Engpässen zur Verfügung stellen.

Corona-Krise: Sigmar Gabriel schlägt Alarm

Update 20.29 Uhr: Wie verkraftet die deutsche Wirtschaft die derzeitige Corona-Krise? Der frühere Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) schlug dahingehend Alarm. Er sei sich sicher, dass es tiefe Spuren hinterlassen wird, wenn man ein 83-Millionen-Einwohnerland wie Deutschland so gut wie abschalten werde.

„Länger als ein, zwei Wochen „halten wir das wirtschaftlich nicht aus“, erklärte Gabriel im Gespräch mit der Bild. Denn selbst die Situation, weite Teile der Wirtschaft für ein bis zwei Wochen ruhen zu lassen, sei bereits eine „mittlere Katastrophe.“ Er sprach sich außerdem für direkte Finanzhilfen für große und kleine Betriebe aus. Man brauche „ein richtig starkes Signal.“

Coronakrise: Wird die freie Wirtschaft vom Staat gerettet? Scholz schlägt Unternehmensbeteiligungen vor

Update 11.32 Uhr: Die Bundesregierung will die Notfallregelung in der Schuldenbremse ziehen und so ermöglichen, dass sich der Bund deutlich höher verschulden kann. Nach dpa-Informationen soll das Kabinett am Montag eine entsprechende Regelung beschließen, der Bundestag soll im Laufe der Woche zustimmen.

Update vom 20. März, 9.09 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie zieht eine wirtschaftliche Krisensituation und große Verunsicherung von Unternehmern nach sich. Die Reise- und Tourismusindustrie ist nahezu zum Erliegen gekommen. Aber auch die meisten anderen Wirtschaftszweige leiden. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat jetzt angekündigt, große Konzerne notfalls auch mit einer befristeten staatlichen Beteiligung schützen zu wollen. 

Diese Maßnahme könnte die Liquidität garantieren, sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend im ZDF. „Ich habe vorgeschlagen, dass wir das auch ergänzen durch Programme, wo wir dann mit Eigenkapital helfen können, uns also zeitweilig an solchen Unternehmen auch beteiligen, wenn die das sinnvoll und hilfreich finden“, so Scholz. 

Deutschland könne trotz der Belastung durch die Corona-Krise „sehr lange“ durchhalten. Dank „sehr solider Finanzen“ sollte die Bundesrepublik in der Lage sein notfalls die nötigen Mittel für diese Aufgaben zu bekommen. „Da geht es ja um sehr, sehr, sehr viel Geld.“

Coronakrise: Lufthansa vor dem Aus? - Düstere Prognose für deutsche Wirtschaft

Update vom 19. März, 16.35 Uhr: Arbeitnehmer sind nach Einschätzung der Bundesregierung millionenfach auf Kurzarbeitergeld wegen der Coronakrise angewiesen. „Es wird von 2,15 Millionen Fällen des Bezugs von konjunkturellem Kurzarbeitergeld ausgegangen“, heißt es in der entsprechenden Verordnung des Bundesarbeitsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Das „Handelsblatt“ berichtete zuvor darüber. Das Ministerium geht von 1,15 Millionen zusätzlichen Fällen aus. Eine Millionen Fälle wären demnach auch nach geltendem Recht ohne die Erleichterungen zu erwarten gewesen.

Die Regierung erwartet Mehrausgaben bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) von 10,05 Milliarden Euro. Die beschlossene Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen schlägt demnach mit 5,99 Milliarden Euro zu Buche - die zusätzliche Zahlung von Kurzarbeitergeld selbst mit 4,06 Milliarden Euro.

Die BA übernimmt bei Kurzarbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Bundesweit gibt es bereits einen Ansturm von Unternehmen auf das erweiterte Kurzarbeitergeld in der Coronakrise.

Erste Unternehmen bekommen Corona-Soforthilfe

Update 15.25 Uhr: Die ersten mittelständischen Firmen in Zahlungsschwierigkeiten sollen die Corona-Soforthilfe der Staatsregierung schon an diesem Freitag auf ihren Konten haben. „Die notwendigen Finanzmittel stehen den Bezirksregierungen und der Landeshauptstadt München bereits zur Verfügung“, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Donnerstag in München.

Das Wirtschaftsministerium hatte die Antragsformulare auf seiner Website am Mittwoch freigeschaltet, es gab sofort starke Nachfrage, wie Aiwangers Ressort berichtete. Bearbeitet werden die Anträge von den sieben bayerischen Bezirksregierungen und der Münchner Stadtverwaltung. Gedacht ist das Sofortprogramm für Freiberufler, Selbstständige, sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern.

Coronakrise: Lufthansa vor dem Aus? - Düstere Prognose für deutsche Wirtschaft

Update, 14.15 Uhr: Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DWI) wird die deutsche Wirtschaftsleistung erstmals seit der Finanzkrise 2009 schrumpfen. Wegen der Coronakrise senkte das DWI seine Jahresprognose für das Bruttoinlandsprodukt von einem Plus von 1,2 Prozent auf ein Minus von mindestens 0,1 Prozent. Das sei jedoch ein sehr optimistisches Szenario, stellte Institutspräsident Marcel Fratzscher klar. 

Es könne die deutsche Wirtschaft auch deutlich härter treffen. Europaweit müsse die Finanzpolitik noch mehr tun, um eine Pleitewelle zu verhindern.Die Europäische Zentralbank hatte in der Nacht zu Donnerstag (19. März) ein Notkaufprogramm für Anleihen in Höhe von 750 Milliarden Euro angekündigt.

 Coronakrise: Unterstützung für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer

Update 11.14 Uhr: Nachdem der Corona-Ausschuss des Bundeskabinettes am Vormittag getagt hatte, verlautete aus Regierungskreisen, dass Solo-Selbstständige und andere Kleinstunternehmer mit einem 50 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm unterstützt werden sollen. Direkte Zuschüsse und Darlehen sollen helfen, die Existenz der von der Coronakrise unmittelbar getroffenen Berufsgruppe zu sichern. Die Bundesregierung will dieses Hilfspaket schnell auf den Weg bringen. 

Update 10.18 Uhr: Wie lange die Lufthansa durchhalte wisse er nicht, so Spohr. Nur: „Wir werden länger durchhalten, als die meisten anderen.“ Ein Großteil der Flotte gehöre dem Konzern selbst. Man versuche möglichst viele der 140.000 Mitarbeiter zu halten, so der Konzern-Chef. Dafür müsse man zu Kurzarbeit greifen. Außerdem ruft der Spohr zu Lohnverzicht, unbezahltem Urlaub und Unterstützung der Gesellschafter und Investoren. 

Insgesamt seien die Folgen der Corona-Krise kaum absehbar. Sicher sei lediglich, dass die Luftfahrt danach nicht weiter bestehen werde wie bisher. „Die Lufthansa kann nach der Krise nicht einfach wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen“, sagte Spohr. Zu viele Faktoren seien zu bedenken, appelliert der Konzern-Chef gleichermaßen an Mitarbeiter, Geldgeber und Politik. 

Coronakrise: Lufthansa greift zu radikalen Einschränkungen - „Heute lacht niemand mehr“

Update 10.06 Uhr: Die Lufthansa ruft für sechs Monate Kurzarbeit aus, doch das ist bei weitem nicht die einzige Maßnahme. Bereits jetzt sei klar: Die Coronakrisa trifft die Lufthansa derart schwer, dass sich der Konzern auch in den kommenden nicht davon erholen werde, sagt Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Die Lufthansa habe recht früh reagiert, anfangs sei man in der Branche deshalb belächelt worden. „Mittlerweile lächelt in unserer Branche niemand mehr.“

Die Buchungeingänge seinen massiv zurückgegangen, so Spohr. Jetzt wolle man einen minimalen Sonderflugplan erlassen, der nur noch fünf Prozent der eigentlichen Planung beinhalte. Diese Flüge beteiligten sich an der „beispiellosen Rückholaktion“.

Corona-Krise trifft die Wirtschaft: EZB legt Notkaufprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro auf

Update vom 19. März. 6.08 Uhr: Im Kampf gegen wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Zentralbank ein Notkaufprogramm für Anleihen in Höhe von 750 Milliarden Euro angekündigt. Es soll dabei um Wertpapiere der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft gehen, wie die EZB am späten Mittwochabend mitteilte.

Corona-Krise trifft die Wirtschaft: Flixbus stellt Betrieb ein - Ikea zu - VW stoppt Produktion

Update vom 18. März, 14.48 Uhr: Die bevorstehende Schließung von Geschäften wegen der Corona-Pandemie trifft aus Sicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) besonders den Textilhandel. In den Lagern der Bekleidungsketten liege bereits die Frühjahrsware, die nun nicht weiterverkauft werden könne, erklärte der HDE am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das Geschäft "lässt sich auch nicht nachholen", sagte ein Verbandssprecher - gleichzeitig liefen beispielsweise Mietkosten weiter.

Viele Händler "haben jetzt einfach überhaupt keinen Umsatz mehr", sagte der Sprecher. Laut HDE verliert der Handel im No-Food-Bereich, zu dem auch Möbel, Unterhaltungselektronik und Parfümerien zählen, mit jedem Tag der Schließung insgesamt 1,15 Milliarden Euro Umsatz.

Geschäftsbanken und die staatliche Förderbank KfW bereiten sich unterdessen auf die Umsetzung des unbegrenzten Kreditprogramms für Unternehmen in der Coronavirus-Krise vor. Die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, sagte am Dienstag in Frankfurt, erste Kunden hätten nach den Programmen gefragt. Weitere Informationen werden für Freitag erwartet.

Corona-Krise und die wirtschaftlichen Folgen: Flixbus stellt Betrieb ein

Update 13.37 Uhr: Nachdem die Deutsche Bahn den internationalen Reiseverkehr weitgehend eingestellt hat und auch innerhalb Deutschlands auf die massiv gesunkene Nachfrage reagiert, gibt auch Flixbus den Verkehrsbetrieb bis auf Weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht auf. FlixBus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020, 24 Uhr, aussetzen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit.

Corona-Krise: Lufthansa will womöglich Passagierflieger als Fracht einsetzen

Update 13.07 Uhr: Die massiven Einschränkungen im globalen Handel führen Engpässen bestimmter Produkte. Die Fluggesellschaft Lufthansa prüft nun, ob sie in der Coronavirus-Krise ihre Passagier-Jumbos vom Typ Boeing 747 auch als Frachtmaschinen einsetzen kann. Dabei rechnet das Unternehmen mit einem steigenden Transportbedarf. Grundsätzlich sei mit einem steigenden Transportbedarf zu rechnen, um die Produktionsketten aufrechtzuerhalten, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag in Frankfurt. 

Eine Boeing 747-8 kann maximal 60 Tonnen Güter transportieren. Auch Zwischenlandungen in anderen europäischen Städten wären nicht ausgeschlossen, kurze Strecken aber kaum wirtschaftlich. Aktuell entfallen mehr als 80 Prozent der Passagierflüge. Damit spielt die Lufthansa indirekt auf die Versorgung Westberlins zu Zeiten des Kalten Kriegs per „Luftbrücke“ an. Von Juni 1948 bis Mai 1949 versorgten die Alliierten Kräfte westdeutsche Stadtteile per Flugzeug. Im Laufe des Vormittags hatte sich Außenminister Heiko Maas des Ausdrucks bedient, um die Rückführung im Ausland gestrandeter deutscher Staatsbürger zu erörtern. 

Die Bundesregierung und Landesbehörden sowie Supermärkte gehen aktuell nicht davon aus, dass es zu existenziellen Engpässen in der Versorgung kommt. 

Coronavirus beeinflusst Wirtschaft - und trifft Freiberufler und Selbstständige direkt

Update 12.33 Uhr: Freiberufler und Selbstständige trifft die Corona-Krise direkt. Was sie aktuell nicht verdienen, fehlt in den kommenden Tagen für die tägliche Verpflegung. Aber auch Angestellte in Kurzarbeit haben sicherlich Fragen. Aktuell klingeln die Telefone bei der Agentur für Arbeit ununterbrochen. „Aufgrund des hohen Anrufaufkommens sind die Arbeitsagenturen und Jobcenter derzeit telefonisch nur eingeschränkt erreichbar“, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mit. „Das Telefonnetz unseres Providers ist derzeit überlastet.“

Die Anrufe übersteigen das Zehnfache des normalen Pensums. Jobcenter und Arbeitsagenturen bitten deshalb, die Anfragen auf das Nötigste zu beschränken. Anstehende Termine müssen aktuell nicht abgesagt werden. Daraus ergäben sich inmitten der Krise keine Nachteile. „Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen“, hieß es. Fristen in Leistungsfragen würden vorerst ausgesetzt. Die Arbeitsagenturen hatten von Montag an die Pflicht zur persönlichen Vorsprache, etwa bei Anträgen auf Hartz-IV-Leistungen, wegen der Ausbreitung des Coronavirus ausgesetzt.

Corona-Krise: Autobauer schließen jetzt reihenweise - Wirtschaftsminister Altmaier reagiert

Update vom 17. März, 11.40 Uhr: Wegen der gravierenden Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Deutschland sendet die Politik ein deutliches Signal. „Ich gehe davon aus, dass wir sicherlich den ganzen Monat April und den ganzen Monat Mai mit den Folgen zu tun haben“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag der RTL/ntv-Redaktion. Die Experten rechnen mit massiven wirtschaftlichen Folgen der Krise und wollen deshalb verschiedene Maßnahmen ergreifen, um den Schaden möglichst abzudämpfen.   

Gelder, Kredite und Bürgschaften müssten jetzt schnell und praxisorientiert bereitgestellt werden. „Wir haben nicht Wochen, wir haben Tage, damit das alles steht“, sagte Altmaier. „Ich hoffe und erwarte mir auch, dass alle ihren Beitrag leisten, dass wir so schnell wie möglich Geld auch überweisen können“, sagte Altmaier.

Die Bundesregierung hatte ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um Jobs und Firmen zu schützen. Dazu gehören Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld, die Stundung von Steuern und Abgaben sowie unbegrenzte Kreditprogramme.

Corona-Krise: Volkswagen will Produktion aussetzen - Ikea schließt 53 Häuser in Deutschland

Update 11.29 Uhr: Im abgelaufenen Jahr konnte die VW-Kernmarke trotz konjunktureller Abkühlung in vielen Ländern noch einmal einen höheren Gewinn einfahren. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg bei den VW-Pkw von 3,2 Milliarden Euro (2018) auf 3,8 Milliarden Euro (2019). Die Kosten zur Bewältigung der Dieselkrise blieben mit rund 1,9 Milliarden Euro ungefähr auf Vorjahresniveau.

Für Porsche meldete der Konzern vor Sonderfaktoren ein leichtes Gewinnplus um 2,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Auch Skoda, Seat und Bentley sowie die Lkw-Töchter Scania und MAN verbesserten sich. Bei Audi sank der Betriebsgewinn dagegen von 4,7 auf 4,5 Milliarden Euro, bei den leichten Nutzfahrzeugen von 780 auf 510 Millionen Euro. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die Produktion im Audi-Werk in Neckarsulm gestoppt. Das berichtet echo24.de*.

Mehrere Autokonzerne müssen bereits Fabriken schließen. Zuvor hatte bereits Opel seinen Betrieb eingestellt. 

Update 10.12 Uhr: VW will wegen der Verbreitung des Coronavirus die Produktion weitgehend einstellen. Das gab der Vorstand am Dienstag bekannt. Der Betriebsrat fordert im Anschluss mehr Klarheit. Die für Freitag (20. März) geplante Aussetzung an zahlreichen Standorten sei zu spät, kritisierte die Mitarbeitervertretung außerdem: „Wir erwarten jetzt einen geordneten Ausstieg aus der Fertigung.“

In den vergangenen Tagen waren auch bei Volkswagen bestätigte Coronavirusfälle gemeldet worden. Eine Situation, die der VW-Vorstand als kritisch einschätzt. Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen von mindestens einem Meter Abstand könne in den Werken nicht eingehalten werden. „Im Vordergrund stand die Situation der Kolleginnen und Kollegen im direkten Bereich, wo auf den Montagelinien Schulter an Schulter an unseren Fahrzeugen gearbeitet wird“, hieß es.

Coronavirus: Volkswagen stoppt Produktion, Ikea schließt Häuser

„Für die verbleibenden Tage fordern wir eine Information aus dem Gesundheitswesen an die betroffenen Kolleginnen und Kollegen zu der Frage, wie ihr Ansteckungsrisiko zu bewerten ist“, forderte der Betriebsrat. Es sei nicht mehr einzusehen, „warum sie ohne eine klare Ansage und ohne klare Worte aus dem Management für ein paar hundert Autos mehr eine Ansteckung riskieren sollen, die sie dann womöglich früher oder später nach Hause in ihre Familien tragen.“ Am Tag zuvor wurde bekannt, dass auch Opel und Ford mit der Produktion aussetzen.

Auch Ikea schließt jetzt bundesweit die Türen. Wie der schwedische Möbelkonzern am Dienstag bekannt gab, sollen die 53 Häuser ab sofort geschlossen bleiben. Der Onlinehandel sei weiter in Betrieb. Ikea werde „zu gegebener Zeit informieren, ab wann die Einrichtungshäuser wieder öffnen“, erklärte das Unternehmen. Die Bundesregierung und die Länder hatten am Dienstag die Schließung der meisten Geschäfte wegen der Coronaviruspandemie angeordnet.

Corona-Krise: Volkswagen will Produktion aussetzen

Erstmeldung vom 17. März 2020: 

Wolfsburg - Der VW-Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vorübergehend aussetzen. Ein Großteil der VW-Werke in Europa soll für zwei bis drei Wochen eingestellt werden, kündigte VW-Chef Herbert Diess am Dienstag bei der Vorlage der Jahresbilanz in Wolfsburg an. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag aus dem Betriebsrat in Wolfsburg. 

Produktionsunterbrechungen gibt es demnach bereits diese Woche in Werken in Spanien, Portugal, Italien und in der Slowakei; in China dagegen wurde die Produktion bereits wieder aufgenommen.

Der krisengeschüttelte Konzern soll infolge des Dieselskandals eigentlich Millionen-Entschädigungen an getäuschte Kunden auszahlen. Rund 260.000 VW-Dieselkunden aus der Musterklage sollen je nach Modell und Alter ihres Autos Entschädigungen zwischen 1350 und 6257 Euro erhalten. Darauf haben sich Volkswagen und der Bundesverband der Verbraucherzentralen haben sich im Februar darauf geeinigt, im Schnitt rund 15 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises auszuzahlen.

Das neuartige Coronavirus grassiert auch in Niedersachsen. 391 Covid-19-Fälle sind dort bereits bestätigt. Um die Ausweitung des Coronavirus zu stoppen, hat das Land ein Maßnahmenpaket vorgestellt. Das berichtet Kreiszeitung.de*.

Weitere Infos folgen in Kürze. 

*Kreiszeitung.de und echo24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktinosnetzwers. 

Rubriklistenbild: © dpa / Michael Sohn

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