Sicher surfen

Daten-Geiz schützt vor Angriffen im Internet

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Wer im Internet mit seinen persönlichen Daten geizig ist, minimiert das Risiko von Daten-Angriffen.

Bankkonten, Telefonverbindungen, Kreditkartennummern aber auch vermeintlich harmlosere Daten sollten im Internet geschützt werden. Hier die wichtigsten Empfehlungen fürs Surfen ohne Reue.

Mit Daten möglichst geizen. Das ist der rote Faden, der sich durch zehn Empfehlungen für Datenschutz im Internet zieht, die das Bundesverbraucherministerium und der Branchenverband Bitkom zusammengestellt haben.

Im Zweifel verzichten

Je mehr Privates im Internet über einen kursiert, desto mehr Angriffsfläche bietet man. Internet-Surfer sollten genau überlegen, welche Daten sie offenlegen und im Zweifel diese lieber für sich behalten. Das gilt auch bei der Registrierung für bestimmte Dienste: Nur eingeben, was wirklich notwendig ist, raten Experten. Wer bei einem Gratis-Angebot nach einer Kontonummer fragt, will wohl an Ihr Geld. Bei Gewinnspielen sollte man besonders vorsichtig sein.

So machen Sie Ihr Passwort sicher

So machen Sie Ihr Passwort sicher

Natürlich sollte man löschen, was man früher einmal leichtsinnig eingegeben hat und was einem später schaden kann: Peinliche Fotos oder Texte zum Beispiel. Doch das allein ist nicht immer erfolgreich, weil gelöschte Inhalte als Kopien an anderen Stellen vorhanden sein können. Auch danach sollte man suchen. Bei vielen Online-Diensten können Nutzer selbst bestimmen, wer Zugriff zu privaten Infos bekommt. Das sollten nur gute Bekannte sein. Die entsprechenden Einstellungen lassen sich im Nutzerprofil oder bei den Kundendaten verändern.

Anbieter-Check

Bei allen Anbietern sollte man immer auf deren Datenschutzerklärung achten und im Zweifel per E-Mail nachfragen, wie mit persönlichen Daten umgegangen wird. Jeder hat das Recht, einer Datenweitergabe zu Werbezwecken zu widersprechen. Online-Shops brauchen als Ausweis ihrer Seriosität ein Impressum mit Anschrift des Geschäftsführers und klare Geschäftsbedingungen. Bei vielen Portalen können Händler oder Angebote bewertet werden – die Noten sind allgemein zugänglich und sollten genutzt werden.

Die Tricks der Daten-Hacker

Die Tricks der Daten-Hacker

Pseudonym

Wo im Internet der wirkliche Name eingegeben wird, können Angreifer ansetzen. Für Einträge in Fach-Foren, in Verbraucherportalen oder beim Twittern sollte ein Pseudonym eingesetzt werden. Mit dem vollen Namen sollte man nur angemeldet sein, wenn man bewusst leichter gefunden werden will.

Gut versteckt

Bei allen Internet-Gemeinschaften sollte man darauf achten, dass das Profil mit wichtigen Daten nicht über Suchmaschinen gefunden werden kann. Dann haben nur die Mitglieder Zugriff. Diese Einstellungen sollte man immer überprüfen, bevor man sich irgendwo registriert.

Vorsicht! So werden Sie täglich überwacht

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Selbst suchen

Über Suchmaschinen kann man umgekehrt leicht überprüfen, was im Internet über einen selbst frei kursiert. Bei der Suche ist es sinnvoll, Vornamen und Nachnamen in Anführungszeichen einzugeben und nach Bedarf mit anderen Angaben (Beruf, Wohnort . . .) zu ergänzen.

Schutzrechte

Fotos oder auch Texte von anderen darf man nicht ungefragt veröffentlichen. Denn jeder hat das Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild. Umgekehrt sollte man sich gegen ungewollte Veröffentlichungen wehren. Diese müssen dann gelöscht werden. Passiert auf eine entsprechende Aufforderung per Mail oder Telefon nichts, ist es Zeit, einen Anwalt zu beauftragen.

Passwörter

Was man selbst sich leicht merkt, ist in der Regel auch leicht zu knacken. Deshalb sollte man bei Passwörtern vorsichtig sein. Man sollte nicht das gleiche für mehrere Dienste verwenden. Ein guter Trick als Merkhilfe ist es, sich einen Satz einzuprägen und alle Anfangsbuchstaben und Satzzeichen darin als Passwort zu verwenden.

Bezahlen

Konto und Kreditkarten sollte man nur über eine verschlüsselte Verbindung übertragen. Man erkennt diese an der Buchstabenkombination https:// (anstatt http://) oder am Schlüssel-Symbol im Internet-Programm. Eine grün hinterlegte Adresszeile weist darauf hin, dass sich der Betreiber einer unabhängigen Prüfung unterzogen hat. Es gibt auch seriöse Bezahldienste, bei denen die Bankdaten nur einmal hinterlegt werden müssen.

Schutzprogramme

Bereits vor der ersten Internet-Nutzung sollten am PC ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall (Brandmauer) installiert sein. Diese müssen regelmäßig aktualisiert werden. CDs, USB-Sticks oder Speicherkarten sollten immer auf Schadsoftware überprüft werden.

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