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Dax im Minus - Gasversorgung und EZB machen nervös

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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. © Fredrik von Erichsen/dpa

Der Dax ist am Mittwoch nach zunächst weiteren Erholungsgewinnen in die Verlustzone gedreht. Allerdings verringerte er sein Minus bis Handelsschluss spürbar. Dabei profitierte der deutsche Leitindex vor allem von der sehr positiven Börsenstimmung an der New Yorker Wall Street.

Frankfurt/Main - Die künftige Gasversorgung und auch die Leitzins-Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag blieben zugleich die zentralen Themen in den Handelsräumen.

Nachdem der Dax zeitweise bis knapp unter 13.400 Punkte gestiegen war, schloss er 0,20 Prozent schwächer bei 13.281,98 Punkten. Tags zuvor war er nach mehreren Berichten über eine planmäßige Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen noch um 2,7 Prozent hochgesprungen. Der MDax legte zur Wochenmitte um 0,68 Prozent auf 26.696,42 Zähler zu.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,06 Prozent auf 3585,24 Punkte nach. In Paris und London fiel das Minus etwas deutlicher aus. In den USA stieg dagegen der Dow Jones Industrial zum Börsenschluss in Europa leicht.

Die Aktien von Uniper setzten sich angesichts der Aussicht auf baldige Staatshilfen für den angeschlagenen Energiekonzern mit einem Kursplus von fast 13 Prozent an die MDax-Spitze. Bereits am Vortag waren sie - angetrieben von Spekulationen um die Wiederaufnahme von Gaslieferungen aus Russland - um gut zehn Prozent gestiegen.

Im Dax brachen am Nachmittag die Aktien von Hellofresh wegen einer Umsatz- und Gewinnwarnung ein. Sie beendeten den Handel mit minus 9,4 Prozent, nachdem sie zuvor noch mit mehr als sechs Prozent im Plus gelegen und in der Spitze sogar um rund acht Prozent zugelegt hatten. Ein Händler sieht inzwischen die Gefahr, dass - wie bereits Delivery Hero - nun auch der Kochboxenversender bald aus der ersten Börsenliga ausscheiden könnte.

Die Papiere von Scout24 profitierten mit plus 1,8 Prozent von einer Hochstufung durch die US-Investmentbank Morgan Stanley. Der Online-Portalbetreiber sei mit robusten Abonnementumsätzen und hohen Barmittelzuflüssen auch in einem unsicheren Umfeld stark, schrieb Analyst Pete-Veikko Kujala.

Dagegen ging es für Rational als MDax-Schlusslicht um drei Prozent abwärts. Angesichts der Kursrally der Papiere des Profiküchen-Ausrüsters seit Ende Juni sieht die britische Bank HSBC kaum zusätzliches Aufwärtspotenzial.

Im SDax landeten die Ceconomy-Aktien nach einem negativen Kommentar der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas mit minus 5,8 Prozent am Index-Ende.

Der Euro kostete am frühen Abend 1,0213 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0199 (Dienstag: 1,0245) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9805 (0,9761) Euro.

Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen stabil auf 1,09 Prozent. Der Rentenindex Rex verharrte auf 134,86 Punkten. Der Bund-Future gewann 0,16 Prozent auf 151,36 Zähler. dpa

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