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Spannendes Ergebnis

Mehr Geld oder mehr Freizeit? So haben sich die Bahn-Mitarbeiter entschieden

„Geld oder Liebe?“ hieß es früher im TV. „Geld oder Freizeit“? wurden zuletzt die Mitarbeiter der Deutschen Bahn gefragt. Eine der beiden Optionen fand eine recht klare Mehrheit.

Update vom 14. Februar 2019, 11.38 Uhr: Es ist ein echtes Milliardenprojekt: Die Schnelltrasse der Bahn zwischen München und Berlin verspricht im Personenverkehr Rekorde. Doch mehrere peinliche Fehler sorgen nun für ein Fiasko.

Mehr Geld oder mehr Freizeit? So haben sich die Bahn-Mitarbeiter entschieden

Berlin - Gerade der jungen Generation wird nachgesagt, dass ihr Freizeit wichtiger als Geld ist. Aktuelle Daten aus der Belegschaft der Deutschen Bahn zeigen: Ganz allgemein erfreuen sich zusätzliche freie Tage bei den Arbeitenden größerer Beliebtheit, als Gehaltsaufschläge. Eine Erkenntnis, die theoretisch größere Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Lande haben könnte. 

Fakt ist: Anstelle einer Lohnerhöhung für 2018 haben bei der Deutschen Bahn 58 Prozent der Tarifbeschäftigten sechs zusätzliche Urlaubstage gewählt. Zwei Prozent der Mitarbeiter entschieden sich für eine weitere Alternative: eine Arbeitsstunde weniger pro Woche. Wie der bundeseigene Konzern am Montag in Berlin mitteilte, erhalten die übrigen Mitarbeiter 2,6 Prozent mehr Geld. Die Wahlmöglichkeit war mit den Gewerkschaften verabredet worden. Alle zwei Jahre können sich die Beschäftigten neu entscheiden.

Verhandlungen bei der Bahn: Gewerkschaft will wieder ein Wahlmodell - Bahn musste zusätzliche Mitarbeiter einstellen

An diesem Donnerstag beginnen in Berlin neue Tarifverhandlungen für rund 160 000 Tarifbeschäftigte der Bahn in Deutschland. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will auch dieses Mal ein Wahlmodell. Personalvorstand Martin Seiler sagte am Montag, es gehe in der Tarifrunde um ein Gesamtpaket, das die Leistung der Mitarbeiter wertschätze. Man müsse aber auch das Kerngeschäft im Blick behalten.

Das Wahlmodell ist für den Konzern eine Herausforderung. Weil sich in diesem Jahr so viele Mitarbeiter für mehr Freizeit entschieden, musste die Bahn nach eigenen Angaben 1500 Beschäftigte zusätzlich einstellen. Mit der EVG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer sind bislang bis Mitte November jeweils drei Verhandlungstermine vereinbart. Streiks, insbesondere an Weihnachten, will die Bahn verhindern. „Wir wollen am Verhandlungstisch zügig vernünftige Lösungen finden“, sagte Seiler.

Lesen Sie auch: Bahnfahren wird teurer - Verbraucherschützer sind sauer

dpa/fn

Rubriklistenbild: © dpa / Christoph Schmidt

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