Nach zwei Jahren

Neue ICE-Züge der DB erhalten Zulassung

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Ein ICE-Zug der dritten Generation.

Frankfurt - Nach langer Verzögerung steht nun einem Einsatz der ersten neuen Siemens-ICE der Deutschen Bahn offenbar nichts mehr im Wege. Trotzdem rechnen Beobachter mit Verzögerungen.

Mit zwei Jahren Verspätung soll die Deutsche Bahn einem Bericht zufolge jetzt die ersten 4 von 16 bei Siemens bestellten neuen ICEs bekommen. Das Eisenbahnbundesamt hat sie am Freitag für den sofortigen Einsatz zugelassen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstag) berichtet. Siemens- und Bahn-Sprecher wollten den Bericht am Samstag nicht kommentieren, das Eisenbahnbundesamt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Der „FAZ“ zufolge könnte die Bahn die vier zugelassenen neuen ICE-Züge sofort schon im Weihnachtsverkehr einsetzen. Aber vorerst würden sie nur als Reserve für Ausfälle vorgehalten.

Eigentlich hätten alle 16 neuen Hochgeschwindigkeitszüge schon seit Dezember 2011 durch Deutschland fahren sollen. Aber das Eisenbahnbundesamt hatte sie wegen neuer Auflagen und ungeklärter technischer Fragen bei Bremsen, Radsatzgestellen und Klimaanlagen zunächst nicht zugelassen.

"Mega-Peinlichkeit" findet nach zwei Jahren ein Ende

Siemens versprach daraufhin die ersten 8 Züge für Dezember 2012 und verhandelte mit der Bahn über Schadenersatz oder einen Gratis-ICE im Wert von gut 30 Millionen Euro. Aber auch dieser Termin platzte: Bei der Übernahmeprüfung im November 2012 wurden Softwarefehler in der Zugsteuerung entdeckt.

Der neue Siemens-Chef Joe Kaeser sprach jüngst von einer „Mega-Peinlichkeit“, die es künftig zu vermeiden gelte. In Spanien, Russland und China sind die gleichen Siemens-Züge vom Typ Velaro zum Teil schon seit Jahren im Einsatz.

AFP/dpa

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