Es geht um viele Millionen Euro

Bahn verklagt Zughersteller Bombardier

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Besucher betrachten einen fertigen Neigezug der Baureihe VT 612 in einer Montagehalle des Schienenfahrzeugherstellers Bombardier im Werk Hennigsdorf bei Berlin.

Berlin/München - Es geht um angeblich fehlerhafte Neigetechnik, Achsen und Bremsen: Die Bahn streitet mit einem ihrer wichtigsten Lieferanten um viele Millionen Euro.

Die Endstation ist bei der Auseinandersetzung noch nicht in Sicht.

Wegen angeblicher Mängel an Regional- und S-Bahn-Zügen fordert die Deutsche Bahn von ihrem Lieferanten Bombardier Schadenersatz in Millionenhöhe. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag) verlangt der Staatskonzern Ersatz für Schäden in Höhe von 160 Millionen Euro.

Zu dem Fall laufe seit 2006 ein Verfahren am Berliner Landgericht, sagte Sprecher Ulrich Wimmer am Donnerstag. Derzeit liege die Angelegenheit bei einem Sachverständigen, Termine für eine mündliche Verhandlung gebe es momentan nicht. Streitgegenstand sind Probleme mit der Neigetechnik und den Achsen an Regionalzügen. Laut Gericht geht es um mindestens 61 Millionen Euro.

Bombardier wollte sich zu laufenden Verfahren nicht äußern. Ein Bahnsprecherin bestätigte, dass neben dem Berliner auch ein Verfahren am Landgericht München läuft, Inhalte nannte sie nicht. Laut Zeitung geht es dort um S-Bahn- und Regionalzüge, bei denen immer wieder Probleme mit den Bremsen aufgetreten sind. Die Bahn wolle zunächst offiziell Beweise sichern, zur Schadenersatzklage komme es anschließend. Das Gericht war dazu am Donnerstag nicht zu 0erreichen.

Bombardier gehört zu den wichtigsten Zuglieferanten der Bahn. Derzeit werden die Regionalzüge vom Typ Talent 2 ausgeliefert. Wegen Technik- und Zulassungsproblemen hatte die Bahn bis zu zwei Jahre darauf warten müssen. Inzwischen sind 134 von rund 300 Zügen im Einsatz.

dpa

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