Aktie erholt sich

Deutsche Bank erreicht deutliche Straf-Senkung

Frankfurt - Große Erleichterung an der Börse: Die Deutsche Bank hat sich einem Bericht zufolge mit der US-Justiz über eine deutliche Absenkung ihrer Strafzahlung in den USA geeinigt. 

Wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus mit dem Dossier vertrauten Kreisen erfuhr, soll die Summe von 14 Milliarden Dollar auf 5,4 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) herabgesetzt werden. Dies habe die Bank in Verhandlungen mit dem US-Justizministerium erreicht. Die Einigung werde möglicherweise schon in den nächsten Tagen verkündet.

Die ursprüngliche Forderung hatte heftige Spekulationen über einen mögliche Notfallplan der Bundesregierung zur Existenzsicherung der Deutschen Bank ausgelöst, da das Finanzinstitut nicht über die Reserven verfügt, um eine derartig hohe Summe zu zu zahlen. Sie hat 5,5 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten zurückgelegt.

Die Deutsche Bank hatte jedoch von Anfang an erklärt, dass sie die 14 Milliarden Dollar nicht zahlen werde, und auf ihre Verhandlungen mit dem US-Justizministerium gesetzt. Der Aktienkurs der Bank, der am Freitagmorgen unter die Zehn-Euro-Marke gefallen war, sich aber im Laufe des Tages bereits deutlich erholte, legte nach Bekanntwerden der Absenkung um rund fünf Prozent zu und notierte bei rund 11,50 Euro.

Deutsche Bank-Aktie macht kräftig Boden gut

Nach der Nachricht über die deutliche Straf-Senkung hat die Aktie der Deutschen Bank am Freitagnachmittag kräftig Boden gut gemacht. Die Papiere des Geldhauses drehten ins Plus und stiegen bis zum Handelsschluss um 6,39 Prozent auf 11,57 Euro. 

Zuvor waren die Papiere angesichts der Schwierigkeiten der Bank am Freitagmorgen erstmals unter die Marke von 10 Euro gefallen. Hintergrund waren Berichte, einige Hedgefonds in den USA hätten Geschäfte mit der Bank zurückgefahren. Die Anleger sind seit Bekanntwerden einer möglichen Strafzahlung in den USA von bis zu 14 Milliarden Dollar verunsichert und schickten den Kurs der Aktie auf Talfahrt.

afp/dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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