Milliardenspritze

EZB-Chef Draghi: Mehr Geld für Banken

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Der Italiener Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB).

Frankfurt/Main - Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, stellt weitere Milliardenspritzen zur Stützung des Banksektors in Aussicht.

Die EZB habe während der Krise durchgehend darauf geachtet, dass die Banken genug Geld bekämen, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, sagte Draghi am Freitag in Frankfurt am Main. “Das Euro-System wird zahlungsfähigen Banken weiter Liquidität bereitstellen, wenn das benötigt wird“, sagte er. Bereits vor wenigen Monaten habe eine Geldspritze die gewünschte Wirkung erzielt.

Damit ging Draghi indirekt auf Marktgerüchte ein, wonach sich die Zentralbanken darauf vorbereiten, nach der Griechenland-Wahl am Sonntag massiv Geld in die Märkte zu pumpen, um das Geldsystem zu stützen.

Die eine Billion Euro, die die EZB den Banken zusätzlich zur Verfügung gestellt habe, habe bereits dazu beigetragen, eine mögliche Kreditklemme und die daraus erwachsenden Probleme für die Konjunktur zu verhindern. Befürchtungen, das zusätzliche Geld könne die Inflation anheizen, hätten sich nicht bewahrheitet. “Die Inflationserwartungen bleiben fest verankert, und es gibt in keinem Euro-Land ein Inflationsrisiko“, sagte Draghi.

dapd

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