"Dreamliner"-Panne: US-Aufsicht kritisiert Boeing

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Boeings-Vorzeigeflieger "Dreamliner" scheint vom Pech verfolgt zu sein. Foto: Dan Levine

Washington (dpa) - Die US-Verkehrsaufsicht hat nach der Pannenserie des Boeing-Vorzeigefliegers "Dreamliner" Vorwürfe gegen den Flugzeugbauer erhoben.

Auch die für die Zulassung des Langstreckenjets verantwortliche US-Behörde FAA und der japanische Batteriehersteller GS Yuasa müssen in dem in der Nacht auf Dienstag veröffentlichten Abschlussbericht Kritik einstecken. Die Prüfer untersuchten einen Vorfall auf dem Flughafen Boston im Januar 2013. Damals war in einem der Flugzeuge vom Typ Boeing 787 nach der Landung Feuer wegen eines Batterienbrands ausgebrochen.

Die Verkehrsaufsicht NTSB kam nun zu dem Schluss, dass die Überhitzung der Energiespeicher durch Konstruktionsfehler und mangelhafte Tests ermöglicht wurde. Boeing sei auf einen Kurzschluss nicht vorbereitet gewesen, auch im Zulassungsverfahren habe ein solches Szenario keine Rolle gespielt.

Die FAA habe es versäumt, einem Defekt durch entsprechende Tests vorzubeugen. Die Panne in Boston war glimpflich ausgegangen, da sich zum Zeitpunkt der Überhitzung keine Passagiere an Bord befanden.

Für Boeings Prestigeprojekt war der Vorfall aber nur der Auftakt einer Pannenserie. Als eine weitere Maschine kurz darauf wegen einer schmorenden Batterie in Japan notlanden musste, verhängten die Flugaufseher Mitte Januar 2013 ein weltweites Startverbot. Auch nach dem Ende des Flugverbots gab es immer wieder Zwischenfälle.

NTSB-Abschlussbericht

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