Erste Hauptversammlung bei Rocket Internet

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Oliver Samwer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Rocket Internet AG. Foto: Boris Roessler/Archiv

Zuletzt gab es für die Aktionäre schmerzliche Kursverluste. Der Chef des Internet-Firmenentwicklers Rocket zeigt sich dennoch cool. Erfolgreiches Vorbild ist der Modehändler Zalando.

Berlin (dpa) - Die Aktionäre des Beteiligungskonzerns Rocket Internet treffen sich heute in Berlin zur ersten Hauptversammlung. Das Unternehmen entwickelt, fördert und beteiligt sich an jungen Internet-Firmen.

Seit Oktober ist die Aktiengesellschaft an der Börse. Am Freitag war sie dort 6,1 Milliarden Euro wert. Der Kurs von rund 37 Euro lag aber deutlich unter dem Ausgabepreis von 42,50 Euro.

Die Rocket Internet SE machte 2014 einen Verlust von 46 Millionen Euro - nach einem Gewinn von 147,1 Millionen Euro im Vorjahr. Das Unternehmen führte das Ergebnis auf den Börsengang zurück und darauf, dass es im vergangenen Jahr keine größeren Firmenverkäufe gab.

Die Beteiligungen von Rocket sieht Vorstandschef Oliver Samwer trotz anhaltender Verluste auf dem geplanten Weg. "Das ist einfach eine notwendige Bedingung im Internet-Markt, dass man zunächst eine kritische Masse erreicht", sagte Samwer wenige Tage vor dem Aktionärstreffen der Deutschen Presse-Agentur. Wenn das Unternehmen dem klassischen deutschen Ansatz folgte, nach dem man nach zwei Jahren profitabel sein müsse, "dann brauchen wir uns gar nicht mit dem Silicon Valley oder China anlegen".

Rocket ist in 110 Ländern an Dutzenden Internet-Firmen mit zusammen rund 30 000 Mitarbeitern beteiligt. Die Unternehmen schreiben bisher alle rote Zahlen. Zugleich arbeitet der Modehändler Zalando profitabel, der mit Unterstützung der Brüder Marc, Alexander und Oliver Samwer groß wurde. Rocket-Vorstandschef Oliver Samwer erwartet, dass es auch bei anderen Firmen so läuft. Rocket Internet habe etwa den Vorteil, durch eine gemeinsame technische Plattform für die Unternehmen Kosten sparen zu können.

Jahreshauptversammlung Rocket Internet

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