EU-Zentralbank belässt Zinsen bei 1,0 Prozent

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins für den Euro-Raum auf dem Rekordtief von 1,00 Prozent belassen.

Das teilten die obersten Währungshüter am Donnerstag in Frankfurt am Main nach ihrer ersten Ratssitzung im Jahr 2010 mit. Wegen des geringen Inflationsrisikos und unsicherer Konjunkturaussichten hatten Experten nicht mit einer Anhebung gerechnet.

Über die Entscheidungsfindung der EZB und die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage im Euroraum wollte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Nachmittag (14.30 Uhr) auf einer Pressekonferenz informieren. Dabei wurde auch mit einer Stellungnahme zu Griechenland gerechnet: Wegen der dramatischen Staatsverschuldung in Athen war der Euro Ende des Jahres unter Druck geraten.

Die Europäischen Währungshüter haben seit der Verschärfung der Finanzmarktkrise im September 2008 den Leitzins in sieben Schritten auf den historischen Tiefstand gesenkt. Seit Mai 2009 liegt er bei 1,00 Prozent. Ein Anziehen der zinspolitischen Zügel erwarten Analysten kurzfristig nicht.

apn

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