Euro-Krise: Lage in Italien spitzt sich zu

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Angela Merkel, Nicolas Sarkozy und Mario Monti auf dem "Mini-Gipfel" in Straßburg.

Frankfurt/Main - Die Zinsen für italienische Staatsanleihen steigen weiter an. Warum der "Mini-Gipfel" Schuld an der erneuten Misere ist:

Um dem Euro-Schwergewicht Italien für zwei Jahre Geld zu leihen, verlangen Investoren mehr Geld als jemals zuvor seit Einführung des Euro. Am Freitag kletterte die Rendite für Zweijahrespapiere der drittgrößten Volkswirtschaft im Währungsraum im Tagesverlauf um rund 60 Basispunkte auf ein Hoch von 7,77 Prozent.

Dies zeigt nach Einschätzung von Experten, dass der “Mini-Gipfel“ zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und dem italienischen Regierungschefs Mario Monti vom Vortag an den Anleihemärkten als Enttäuschung aufgefasst wurde. Merkel hatte am Donnerstag die Hoffnungen auf Eurobonds und einen erweiterten Kriseneinsatz der Europäischen Zentralbank (EZB) gedämpft. Am Abend legten EZB-Ratsmitglieder selbst nach und stemmten sich gegen die zunehmenden Forderungen nach einem massiven Kauf von Staatsanleihen.

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Auch in den anderen Laufzeitbereichen italienischer Staatstitel spitzt sich die Lage weiter zu: Die Renditen für fünfjährige Anleihen stiegen um rund 30 Basispunkte auf bis zu 7,79 Prozent. Bei Zehnjahrespapieren kletterten die Renditen um rund 20 Basispunkte auf 7,3 Prozent. Besonders kritisch bewerten Experten, dass die Renditen für kürzere Laufzeiten höher liegen als für langfristige Anlagen. Das zeige, wie groß das Misstrauen der Investoren gegenüber Italien ist.

dpa

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