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EZB-Chefin Lagarde signalisiert Zinsanhebung im Juli

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Präsidentin der Europäischen Zentralbank
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, schreibt über mögliche Zinsanhebungen im Juli. © Luka Dakskobler/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Aufgrund der hohen Inflation steigen die Zinsen. Ende September könnten die Leitzinsen aus dem negativen Bereich kommen.

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert auf die erste Zinsanhebung seit vielen Jahren zu. Ein Ende der Netto-Wertpapierkäufe sei „sehr früh“ im dritten Quartal zu erwarten, schrieb EZB-Präsidentin Christine Lagarde in einem Beitrag auf der Internetseite der Notenbank.

Dies würde eine erste Zinsanhebung im Juli ermöglichen, so die Französin weiter. Aus heutiger Sicht könnten die Leitzinsen dann Ende des dritten Quartals den negativen Bereich verlassen.

Zurzeit beträgt der Einlagensatz der Notenbank, der für Bankeneinlagen bei der Notenbank gilt, minus 0,5 Prozent. Der Hauptrefinanzierungszins, der lange Zeit als der entscheidende Leitzins galt, in den vergangenen Jahren in der Bedeutung aber vom Einlagensatz verdrängt wurde, liegt auf der Nulllinie.

Lagarde: "Schrittweise weitere Zinsnormalisierung"

Lagarde begründete die Aussicht auf steigende Zinsen vor allem mit der hohen Inflation. Diese war im Euroraum zuletzt auf ein Rekordhoch von 7,4 Prozent gestiegen. Weitere Zinsanhebungen hingen von Inflationsausblick ab: Wenn sich die Inflation mittelfristig bei zwei Prozent stabilisiere, sei eine schrittweise weitere Zinsnormalisierung angebracht, erklärte Lagarde. „Das Tempo und das Gesamtausmaß der Anpassung können jedoch nicht im Voraus bestimmt werden.“ dpa

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