Verbraucherschützer warnen

EZB-Strafzins: Zahlen Kunden doch drauf?

Frankfurt/Main - Verbraucherschützer befürchten, dass Banken die neuen Strafzinsen für Einlagen bei der EZB über Umwege doch auf ihre Kunden abwälzen.

„Ich gehe davon aus - und hier nehmen wir die Kreditwirtschaft beim Wort - dass die Banken das nicht direkt an die Kunden weitergeben werden“, sagte die Geldanlageexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Dorothea Mohn, der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt. „Allerdings ist damit zu rechnen, dass das an anderer Stelle eingepreist wird.“

Die großen Bankenverbände betonten, sie rechneten nicht mit negativen Zinsen im Kundengeschäft. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am 5. Juni erstmals einen Strafzins von 0,10 Prozent beschlossen. Diesen müssen Banken für Geld zahlen, das sie bei der EZB parken.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Selbstanzeige: Geht Daimler im Kartell-Streit straffrei aus?
Selbstanzeige: Geht Daimler im Kartell-Streit straffrei aus?
Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer: Das ist bislang bekannt
Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer: Das ist bislang bekannt
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück

Kommentare